Interleukin-17A
Definition
Interleukin-17A, kurz IL-17A, ist ein proinflammatorisches Zytokin, das zur Interleukin-17-Familie gehört. Es ist an der Immunantwort gegen extrazelluläre Erreger und an der Pathogenese verschiedener Autoimmunerkrankungen beteiligt.
Synthese
IL-17A wird vor allem von Th17-Zellen produziert. Weitere zelluläre Quellen umfassen γδ‑T‑Zellen, CD8+ T‑Zellen, NKT-Zellen, neutrophile Granulozyten und Makrophagen.
Biochemie
IL-17A liegt meist als Homodimer oder als Heterodimer mit IL-17F vor. Es bindet an einen Rezeptorkomplex bestehend aus IL-17RA und IL-17RC. Die Signaltransduktion erfolgt über Act1, der nachfolgend TRAF6 rekrutiert. Dies führt zur Aktivierung proinflammatorischer Signalwege wie NF‑κB, MAPK und C/EBP, welche die Expression zahlreicher entzündungsfördernder Gene regulieren.
Funktion
Interleukin-17A ist wesentlich an der Immunabwehr gegen extrazelluläre Bakterien und Pilze beteiligt, insbesondere an Haut und Schleimhäuten. Es induziert die Produktion antimikrobieller Peptide und Chemokine zur Rekrutierung von Neutrophilen.
Eine dysregulierte IL-17A-Expression ist ein Faktor für die Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Entzündungen. Zu den assoziierten Erkrankungen gehören Psoriasis, Psoriasisarthritis, ankylosierende Spondylitis, rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose.
Therapie
Die Therapie erfolgt mit monoklonalen Antikörpern gegen IL-17A (z.B. Ixekizumab oder Secukinumab).