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Lebertoxin

(Weitergeleitet von Hepatotoxin)

Synonyme: Lebergift, Hepatotoxin

1 Definition

Lebertoxine sind biologische oder chemische Substanzen, welche die Leberepithelzellen (Hepatozyten) schädigen. Sie führen zu einer Dystrophie oder Nekrose der Zellen. Ihre Wirkung bezeichnet man auch als hepatotoxisch.

2 Einteilung

Man unterscheidet obligate und fakultative Lebertoxine.

2.1 Obligate Lebertoxine

Obligate Lebertoxine schädigen die Leber jedes Individuums dosisabhängig immer auf die gleiche Weise. Zu den obligaten Lebergiften werden z.B. Phosphor, Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform, Aflatoxine, Arsen und die Gifte des Knollenblätterpilzes gezählt. Bei ausreichend langer Exposition und hoher Dosierung können auch Ethanol und bestimmte Medikamente wie Zytostatika, Phenothiazine und Ovulationshemmer hepatotoxisch wirken.

2.2 Fakultative Lebertoxine

Fakultative Lebertoxine führen nur bei einigen Individuen zur Schädigung der Leber. Der Mechanismus der Schädigung ist von individuellen Faktoren abhängig. Ursachen der Leberschädigung durch ein fakultatives Toxin können eine Sensibilisierung gegen ein bestimmtes Antigen oder genetisch bedingte Enzymdefekte sein. Sie führen entweder zu vermehrtem Auftreten toxischer Metabolite oder zu einem verminderten Abbau toxischer Substanzen.

Fachgebiete: Toxikologie

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