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Halogenwasserstoff

Englisch: Hydrogen halide

1 Definition

Halogenwasserstoffe sind kovalente Verbindungen zwischen Halogenen und Wasserstoff.

2 Chemie

Halogenwasserstoffe zählen zu den kovalenten Halogeniden. Im Gegensatz zu salzartigen Halogeniden (z.B. Natriumfluorid, Kaliumiodid) ist der Elektronegativitätsunterschied geringer. Die Bindung ist dennoch polar.

Halogenwasserstoffe bilden eine Gruppe typischer, zumeist starker Brønstedt-Säuren. In wässriger Lösung dissoziieren sie in das Halogenid-Anion (z.B. Iodid) und ein Proton. Letzteres liegt überwiegend als hydratisiertes Oxonium-Ion vor, das den stark sauren Charakter der Lösung bestimmt.

Innerhalb der Elemente der siebten Hauptgruppe im PSE (Halogene) besteht der Trend, dass ihre Säuren von oben nach unten immer stärker werden. Während die Fluorwasserstoffsäure mit einem pKS-Wert von ca. 3,19 noch zu den schwachen Säuren zählt, sind alle weiteren Halogenwasserstoffsäuren zunehmend starke Säuren.

Halogenwasserstoff Halogenwasserstoffsäure (Trivialname) pKS-Wert (Säurestärke)
Fluorwasserstoff (HF) Fluorwasserstoffsäure (Flusssäure) 3,19
Chlorwasserstoff (HCl) Chlorwasserstoffsäure (Salzsäure) -6,1
Bromwasserstoff (HBr) Bromwasserstoffsäure -8,9
Iodwasserstoff (HI) Iodwasserstoffsäure -10
Astatwasserstoff (HAt) (instabil)

3 Bedeutung

Die Magensäure ist eine wässrige Lösung, die etwa 0,5% Chlorwasserstoff HCl entält. Die Iodwasserstoffsäure ist mit einem pKS-Wert von ca. -10 die stärkste bekannte stabile, sauerstofffreie Säure. Das radioaktive Astat ist nur sehr kurzlebig und kommt daher in der Natur nur in verschwindend geringen Mengen vor.

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