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Gonadoblastom

von altgriechisch: γόνος ("gonos") - Kind, Frucht, Same; βλαστός ("blástos") - Keim
Englisch: gonadoblastoma

1 Definition

Das Gonadoblastom ist ein seltener, meist hormonproduzierender Tumor, der sich von Keimzellen bzw. anderen Zellen der Genitalleiste ableitet.

2 Hintergrund

Gonadoblastome bilden sich meist auf dem Boden einer Gonadendysgenesie im Zusammenhang mit einem abnormen Karyotyp (z.B. Turner-Syndrom, Swyer-Syndrom) oder einer Androgenresistenz. In der Mehrzahl der Fälle liegt eine Intersexualität mit männlichem Genotyp bei weiblichem Phänotyp vor. Gonadoblastome stellen etwa 0,5% aller Hodentumore.

3 Pathohistologie

Gonadoblastome zeigen pathohistologisch eine Mischung aus verschiedenen Zelltypen, u.a. großen Zellen mit dem Charakteristika von Urkeimzellen, unreifen Sertoli-Zellen oder Granulosazellen und Stromazellen.

4 Dignität

Bei Gonadoblastomen handelt es sich meist um originär benigne Tumoren. Sie treten jedoch in etwa der Hälfte der Fälle zusammen mit malignen Dysgerminomen oder anderen Keimzelltumoren auf. Manche Autoren interpretieren sie auch als Vorstufe eines Dysgerminoms.

5 Diagnostik

6 Therapie

Das therapeutische Vorgehen hängt von der gewünschten Geschlechterrolle und der Gonadenposition ab. Nicht deszendierte Hodenanlagen werden aufgrund des Entartungsrisikos prophylaktisch entfernt (Gonadektomie bzw. Orchiektomie).

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Fachgebiete: Urologie

Diese Seite wurde zuletzt am 30. März 2021 um 22:18 Uhr bearbeitet.

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