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Dopexamin

Handelsname: Dopacard®

1 Definition

Bei Dopexamin handelt es sich um ein synthetisches Katecholamin. Es wird zur Therapie der akuten Herzinsuffizienz eingesetzt.

2 Wirkmechanismus

2.1 Allgemein

Dopexamin stimuliert die Dopaminrezeptoren (D1 und D2, v.a. aber D1) und die β1- und β2-Adrenozeptoren. Das Stimulationsverhältnis β-1-Rezeptor zu β-2-Rezeptor beträgt 1:10. Dopexamin entfaltet somit die typischen Wirkungen eines β2-Sympathomimetikums.

2.2 Wirkung auf das Herz

Durch Stimulation der β2-Rezeptoren kommt es zur Vasodilatation und folglich zu einer Abnahme der Nachlast des Herzens. In Folge dessen sinkt die Volumenbelastung des linken Herzens und dadurch der myokardiale Sauerstoffverbrauch. Die geringer ausgeprägte Wirkung auf die β1-Rezeptoren führt darüber hinaus zu einer positiv inotropen Wirkung am Myokard.

Möglicherweise verbessert Dopexamin, ähnlich wie Dobutamin, durch Wirkung auf D1-Rezeptoren die Durchblutung im Splanchnikuskreislauf und in den Nieren.

3 Indikation

Dopexamin kann dann zur Anwendung kommen, wenn positiv inotrope Substanzen wie Dopamin und Dobutamin, Diuretika und andere Vasodilatatoren keine ausreichende therapeutische Wirkung (mehr) zeigen. Das bedeutet, dass üblicherweise erst nach Versagen der Standardmedikation Dopexamin zum Einsatz kommen kann.

4 Dosierung

Die anfängliche Dosis sollte 0,5 µg/min betragen. Die Applikation erfolgt kontinuierlich über einen intravenösen Zugang. Nach 15-20 min kann die Dosis auf 1 µg/min erhöht werden. In 1-µg-Schritten kann anschließend eine weitere Erhöhung auf 4 µg/min erfolgen. Die Maximaldosis von 7 µg/min sollte nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Die maximale Therapiedauer beträgt 24-48 Stunden. Wenn möglich sollte Dopexamin aber nur über 24 Stunden verabreicht werden.

Hinweis: Diese Werte dienen nur der Orientierung. Ausschlaggebend sind die Dosierungsangaben in der Fachinformation des Herstellers.

5 Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von Dopexamin entsprechen in etwa den Nebenwirkungen anderer β-2-Sympathomimetika:

6 Kontraindikationen

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