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Diphyllobothriidae

von altgriechisch: di- doppelt, phyllon - Blatt und bothros - Grube

1 Definition

Unter Diphyllobothriidae versteht man eine Parasitenfamilie innerhalb der Klasse der Cestoda (Bandwürmer).

2 Taxonomie

3 Epidemiologie

Die adulten Stadien von Diphyllobothriidae parasitieren in Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln, Säugetieren und Menschen.

4 Morphologie

Diphyllobothriidae zeichnen sich morphologisch durch einen gut ausgeprägten, hakenlosen und abgeplatteten Scolex mit einer dorsalen und einer ventralen Sauggrube aus. Die Parasiten weisen einen rosettenartig oder spiralig angeordneten Uterus, ein median und ventral gelegenes Genitalatrium und eine gesonderte Uterusöffnung auf.

An den Halsabschnitt schließt der segmentierte Körper an, der speziesabhängig eine beträchtliche Länge erreichen kann.

5 Entwicklung

Diphyllobothriidae-Arten durchlaufen einen 3-Wirt-Zyklus, der über zwei Zwischenwirte zum Endwirt führt. In den Entwicklungszyklus können fakultativ auch paratenische Wirte (z.B. Kleinkrebse) eingeschaltet sein.

6 Vertreter

Die Familie Diphyllobothriidae enthält zahlreiche Gattungen, die sich wiederum aus mehreren Arten zusammen setzen. Human- sowie veterinärmedizinische Bedeutung haben v.a. die Gattungen Diphyllobothrium und Spirometra.

Gattung Arten (Auswahl)  Erkrankung
Diphyllobothrium
Spirometra Spirometra spp.

7 Diagnostik

Die Diagnose wird mittels koproskopischen Untersuchungsmethoden (Sedimentationsverfahren) gesichert. Manchmal werden auch einzelne Proglottiden ausgeschieden. Diese können in seltenen Fällen anhand morphologischer Charakteristika der jeweiligen Art bzw. Gattung zugeordnet werden.

Deutlich sensitiver ist die DNA-Analyse aus Parasitengewebe oder Eiern.

8 Zoonotische Bedeutung

Die Zahl der mit Diphyllobothrium-Arten infizierten Menschen wird weltweit auf etwa 20 Millionen geschätzt. In Europa kommt es vorrangig durch Diphyllobothrium dendriticum und Diphyllobothrium latum zu Zoonosen. Die Infektionen finden bei der Aufnahme von rohen Fischen (v.a. Lachsarten, aber auch Forellen, Barsche, Hecht sowie andere Süßwasser- und Meeresfische) statt und führen zum klinischen Bild der Diphyllobothriose.

9 Literatur

  • Deplazes P, Joachim A, Mathis A, Strube C, Taubert A, von Samson-Himmelstjerna G, Zahner H. 2020. Parasitologie für die Tiermedizin. 4., überarbeitete Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG. ISBN: 978-3-13-242138-7
  • Boch J, Supperer R (Begr.), Schnieder T (Hrsg.). 2005. Veterinärmedizinische Parasitologie. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. ISBN: 978-3-8304-4135-9

Diese Seite wurde zuletzt am 19. Oktober 2021 um 18:31 Uhr bearbeitet.

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