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Calcineurininhibitor

Englisch: calcineurine inhibitors

1 Definition

Calcineurininhibitoren sind Arzneistoffe mit immunsuppressiver Wirkung. Sie inaktivieren die Serin-Threonin-Phosphatase Calcineurin, die für die Transkription von Zytokinen und somit für einen Teil der Immunantwort notwendig ist.

2 Wirkmechanismus

Wenn eine antigenpräsentierende Zelle mit einem T-Zell-Rezeptor interagiert, kommt es zu einem Anstieg des intrazellulären Calciumspiegels in der T-Zelle. Das Calcium bindet an Calmodulin sowie eine regulatorische Untereinheit des Calcineurins und aktiviert es dadurch. Calcineurin wiederum dephosphoryliert und aktiviert den Transkriptionsfaktor NF-AT, der die Transkription von Zytokinen wie Interleukin-2 stimuliert. IL-2 aktiviert T-Helferzellen und induziert die Produktion weiterer Zytokine. Auf diese Weise steuert es die Wirkung von zytotoxischen T-Zellen. Es wird angenommen, dass die Menge an IL-2, das von den T-Helferzellen produziert wird, das Ausmaß der Immunantwort signifikant beeinflusst. Durch die Unterbindung dieser Kette wird die Immunantwort mittels Verminderung der T-Zell-Aktivität reduziert.

3 Indikationen

Calcineurininhibitoren werden hauptsächlich zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantation verwendet. Weitere Einsatzgebiete sind Colitis ulcerosa und Autoimmunerkrankungen.

4 Wirkstoffe

Diese Seite wurde zuletzt am 12. November 2020 um 19:22 Uhr bearbeitet.

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