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Äquivalentdosis

Abkürzung: Dq
SI-Einheit: Sievert
Englisch: dose equivalent

1 Definition

Die Äquivalentdosis ist im Strahlenschutz ein Maß für die Strahlenbelastung, die durch ionisierende Strahlen hervorgeht.

2 Hintergrund

α-Teilchen weisen eine höhere relative biologische Wirksamkeit (RBW) auf als andere Strahlungsformen. Grund dafür ist, dass sie wegen ihrer hohen Ionisationsdichte (kurze und kräftige Spuren in der Nebelkammer) eine andere Strahlenqualität aufweisen. Die Belastung durch extern einwirkende Strahlung steigt mit der pro Kilogramm Körpergewicht absorbierten Energie D (Energiedosis) der Strahlung. Dies berücksichtigt man durch einen Bewertungsfaktor q, woraus die Äquivalentdosis definiert wird:

Äquivalentdosis:
Dq = q · D
Einheit: Sievert = Sv
Da q eine dimensionslose Zahl ist, entspricht das Sievert einem J/kg.
Hundertstel Sv = 1 "rem" (wurde früher verwendet)

3 Dosisleistung

Nicht nur die Energiedosis ist relevant, auch die Zeit, in der eine bestimmte Dosis einem Medium appliziert wird, spielt ein wichtige biologische Rolle. Als Faustformel gilt: Je kürzer die applizierte Zeit, desto größer ist die Wirkung. Somit geht es nicht nur um die Dosen D und Dq, sondern auch um die Dosisleistung:

Dosisleistung:
ΔD ÷ Δt und ΔDq ÷ Δt
Einheiten: Gy/s und Sv/s (beide W/kg)

4 Literatur

  • "Physik für Mediziner" - Ulrich Harten, Springer-Verlag, 13. Auflage

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