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Radionuklid

Synonym: Radioisotop

1 Definition

Radionuklide sind diejenigen Isotope von chemischen Elementen, die sich kernphysikalisch unter Abgabe verschiedener Formen von Strahlung in eine andere Atomsorte umwandeln.

2 Hintergrund

Isotope sind Atomarten, welche sich in ihrer Neutronenzahl unterscheiden, in ihrer Protonenzahl aber identisch sind. Auf einer Nuklidkarte können Isotope getrennt voneinander betrachtet werden. Auch wenn das chemische Verhalten der Isotope fast identisch ist, ist der Großteil der bekannten Isotope radioaktiv. Wegen ihrer Instabilität zerfallen diese Radionuklide in andere Elemente.

3 Medizinische Anwendung

In der Medizin werden Radionuklide in Form von Radiopharmaka als Tracer eingesetzt. Dabei werden meist leicht radioaktive Isotope von Elementen appliziert, die im natürlichen Stoffwechsel des Menschen vorkommen. Diese nehmen am normalen Metabolismus teil und können durch verschiedene analytische Methoden nachgewiesen werden. Radiopharmaka können dadurch diagnostisch genutzt werden.

Setzen die angewendeten Radionulide Alpha- oder Betastrahlung frei, können sie auch therapeutisch verwendet werden. Das Radionuklid sammelt sich dabei gezielt in den Geweben an, in denen der Stoffwechsel des natürlichen Elementes stattfindet. Dort führt die Strahlung zur Zerstörung von überschüssigem oder maligne entartetem Gewebe.

Fachgebiete: Physik

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