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MTOR

Englisch: mechanistic Target of Rapamycin (früher: "mammalian Target of Rapamycin")

1 Definition

mTOR ist eine Serin/Threonin-Kinase, die durch das immunsuppressiv wirkende Rapamycin inhibiert werden kann. Es kommt beim Menschen, sowie bei allen Säugetieren vor. Zentrale Wirkung von mTOR ist die Phosphorylierung von anderen Makromolekülen, wodurch diese aktiviert werden. Die Kinase gilt als zentraler Regulator verschiedener Prozesse und reguliert die Proliferation, Differenzierung und Vermehrung von Zellen. Unter anderem unterstützt mTOR auch die Signalkaskade einer Immunantwort. Die Bindung von Rapamycin hemmt die Aktivität von mTOR, wodurch es zu einer Abschwächung des Immunsystems kommt.

2 Struktur

mTOR ist ein Polypeptid, bestehend aus einer Kette von 2549 Aminosäuren.

3 Funktion & Aufbau

  • mTOR liegt stets als Proteinkomplex vor
  • Es existiert mTOR Complex 1 (mTORC1): Dieser besteht aus dem eigentlichen mTOR-Protein, einem regulatory associated protein of mTOR (RAPTOR), und zwei Proteinen mit den Namen LST8 (lethal with sec thirteen 8) und dem mammalian LST8/G-protein β-subunit like protein (MLST8). Wird dieser Complex 1 aktiviert, erfolgt eine sofortige Phosphorylierung von zwei bestimmten Funktionsproteinen, die wiederum regulatorisch auf die Translation spezieller Aminosäuresequenzen wirken. mTORC1 wird durch Rapamycin gehemmt.
  • Weiterhin existiert mTOR Complex 2 (mTORC2), bestehend aus mSIN1 (mammalian stress-activated protein kinase interacting protein 1), dem Protein GβL und rapamycin-insensitive companion of mTOR (RICTOR). Eine Hemmung durch Rapamycin ist hier nicht möglich.

4 Medizinische Bedeutung

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