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Kleinwuchs

Synonym: Minderwuchs
Englisch: dwarfism

1 Definition

Kleinwuchs ist definiert als eine Körpergröße unterhalb der 3. Perzentile, meistens infolge einer verminderten Wachstumsgeschwindigkeit oder einer verkürzten Wachstumsdauer. Kleinwuchs wird vor allem im Kleinkindalter und im Zeitraum der Pubertät auffällig, da hier normalerweise größere Wachstumsschübe ablaufen.

2 Hintergrund

Die Endgröße ist unter anderem von genetischen Faktoren abhängig. Das bedeutet, bei kleinen Eltern ist es sehr wahrscheinlich, dass deren Nachkommen auch relativ klein sind. Um die Endgröße rechnerisch abzuschätzen, wird folgende Formel verwendet:

  • Jungen: (Größe Vater + Größe Mutter + 13)/2
  • Mädchen: (Größe Vater + Größe Mutter - 13)/2

3 Ursachen

Die Ursachen für Kleinwuchs sind vielfältig.

3.1 Normvarianten

3.1.1 Familiärer Kleinwuchs

Der Familiäre Kleinwuchs ist die häufigste Ursache für Kleinwuchs. Hierbei handelt es sich nicht um eine Erkrankung: die Eltern des Betroffenen sind klein und daher werden auch deren Nachkommen aufgrund genetischer Ursachen klein sein. Die Endgröße liegt im genetischen familiären Zielbereich.

3.1.2 Konstitutionelle Entwicklungsverzögerung

Die Konstitutionelle Entwicklungsverzögerung (KEV) ist mit ca. 27% die zweithäufigste Ursache für Kleinwuchs und tritt vor allem bei Jungen auf. Die Wachstumsgeschwindigkeit ist vermindert und das Eintreten in die Pubertät verzögert. Die Entwicklung erfolgt in der Regel "normal", nur eben verzögert. Da die Wachstumsphase verlängert ist, wird letztendlich eine normale Endgröße erreicht, wenn auch später als Gleichaltrige.

Oft tritt die KEV familiär gehäuft auf, das bedeutet, dass ein oder beide Elternteile ebenfalls betroffen waren. Daher ist die Familienanamnese für die Diagnostik sehr wichtig.

Das Knochenalter entspricht dem Längenalter.

3.2 Intrauteriner Kleinwuchs

3.3 Skelettanomalien

3.4 Endokrine Störungen

3.5 Chromosomenstörungen

3.6 Syndrome

Auch im Rahmen einiger Syndrome kann es zu Kleinwuchs kommen:

3.7 Stoffwechselstörungen

3.8 Sekundärer Kleinwuchs

4 Diagnostik

5 Therapie

Die Therapie richtet sich nach der Ursache des Kleinwuchses. Manchmal ist keine Therapie verfügbar, z.B. bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen oder Skelettdysplasien, in anderen Fällen lässt sich die Grunderkrankung gut behandeln.

Liegt ein isolierter Wachstumshormonmangel vor, wird synthetisches Wachstumshormon bis zum Erreichen der Endgröße verabreicht.

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