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Summer Break: Keine Edits vom 16. bis 31. August.Geht mal raus zum Baden!
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Geht mal raus zum Baden!
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Summer Break

Liebe Autoren,
Wir sind an den Strand gefahren. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 16. bis 31. August 2014 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 1. September kann wieder mit voller Kraft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Hyperhidrose

von griechisch: hidros - Schweiß
Synonym: Hyperhidrosis
Englisch: hyperhidrosis

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Mit dem Begriff Hyperhidrose, auch Hyperhidrosis, bezeichnet man eine unphysiologisch starke Schweißbildung.

Das Gegenteil der Hyperhidrose ist die Anhidrose.

2 Physiologie des Schwitzens

Um lebenswichtige Körperfunktionen (z.B. Kreislauf, Atmung, Verdauung) aufrecht zu erhalten, muss ständig Energie aus Nährstoffen umgesetzt werden. Dadurch entsteht Wärme. Diese Verbrennungswärme wird teilweise durch Abstrahlung, überwiegend aber durch Schwitzen abgegeben. Schwitzen ist also im Rahmen der Thermoregulation überlebenswichtig.

Schweiß wird in den Schweißdrüsen produziert. Es gibt zwei Drüsenarten:

  • ekkrine Schweißdrüsen, ca. 2 – 3 Millionen über den Körper verteilt. Diese Drüsen bestehen von Geburt an.
  • apokrine Schweißdrüsen, diese Drüsen entwickeln sich erst in der Pubertät und sitzen an der Haarbasis, vorwiegend im Achsel- und Genitalbereich, aber auch im Gesicht.

Frischer Schweiß ist geruchlos. Der charakteristische Schweißgeruch kommt durch Hautbakterien zustande, die sich im feuchtwarmen Milieu, insbesondere dem der Achselhöhle, gut vermehren können. Unterschiedliche Hautbakterienarten sowie die Ausscheidung von Hormonabbauprodukten führen dazu, dass Frauen- und Männerschweiß unterschiedlich riecht. Inwieweit dem auch eine Bedeutung als Sexuallockstoff zukommt ist umstritten.

Die produzierte Schweißmenge hängt nicht nur von Außentemperatur und körperlicher Aktivität, sondern auch von emotionalen Faktoren ab. Angst, Schmerzen, sexuelle Erregung erhöhen die apokrine Schweißbildung. Steuerungshormon ist hier vorwiegend das Adrenalin. Da Adrenalin auch gefäßverengend wirkt, sinkt die Hautdurchblutung.

3 Einteilung

Eine Hyperhidrose läßt sich nach mehreren Gesichtspunkten unterteilen:

3.1 ...nach Lokalisation

  • Lokale bzw. fokale Hyperhidrose: Gesteigerte Schweißbildung nur in bestimmten Körperregionen (z.B. Achseln, Hände, Füße)
  • Generalisierte Hyperhidrose: Gesteigerte Schweißbildung am ganzen Körper
  • Hemihyperhidrosis: gesteigerte Schweißbildung, die nur auf einer Körper- öder Gesichtshälfte auftritt.

3.2 ...nach Ursache

  • Primäre Hyperhidrose: Gesteigerte Schweißbildung ohne genau fassbare Ursache.
  • Sekundäre Hyperhidrose: Gesteigerte Schweißbildung als Begleitsymptom bei Vorliegen einer Grunderkrankung

4 Ätiologie

Bei der primären Hyperhidrose lassen sich die genauen Ursachen zwar nicht feststellen, sie wird aber häufig durch die gleichen Faktoren getriggert wie das physiologische Schwitzen. Dafür ist jedoch ein deutlich geringerer Schwellenreiz notwendig. Mögliche Auslöser sind:

Die sekundäre Hyperhidrose kommt als Begleitsymptom bei einer Vielzahl internistischer und neurologischer Krankheitsbilder vor, z.B.:

5 Symptome

Bei der Beurteilung einer Hyperhidrose muss man berücksichtigen, dass die Übergänge zwischen normalem und gesteigertem Schwitzen fließend sind. Die individuelle Ausprägung und der Leidensdruck können sehr unterschiedlich sein. Eine Hyperhidrose kann sich diskret durch ein Gefühl unangenehmer Feuchtigkeit ausdrücken, oder durch auffälliges "nasses" Schwitzen mit Flecken auf der Kleidung.

6 Therapie

Die sekundäre Hyperhidrose wird durch Therapie der Grunderkrankung behandelt.

Bei primärer Hyperhidrose kommen folgende Maßnahmen in Betracht:

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