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Adjuvans

von lateinisch: adiuvare - unterstützen
Englisch: adjuvant

1 Definition

Ein Adjuvans (Plural: Adjuvantien) bezeichnet in der Pharmakologie einen Hilfsstoff, der die Wirkung eines Arzneistoffes verstärkt - möglichst ohne eine eigene pharmakologische Wirkung zu entfalten.

2 Hintergrund

Chemisch gesehen handelt es sich bei Adjuvantien häufig um Substanzen, die als Lösungsvermittler oder Emulgatoren dienen. Eine besonders wichtige Rolle spielen Adjuvantien bei der Komposition von Totimpfstoffen, da durch ihren Einsatz häufig erst eine adäquate Immunantwort des Körpers hervorgerufen wird.

3 Beispiele

Bezeichnung Zusammensetzung Wirkungsweise[1]
Freundsches Adjuvans (unvollständig) Emulsion (Öl in Wasser) verzögert Antigenfreisetzung, gesteigerte Aufnahme durch Makrophagen

Freundsches Adjuvans (vollständig) Emulsion (Öl in Wasser) + abgetötete Mycobacterien verzögert Antigenfreisetzung, gesteigerte Aufnahme durch Makrophagen, Kostimulation in Makrophagen

Freundsches Adjuvans (MDP) Emulsion (Öl in Wasser) + Muramyldipeptid verzögert Antigenfreisetzung, gesteigerte Aufnahme durch Makrophagen, Costimulation in Makrophagen

Alum Aluminiumhydroxid verzögert Antigenfreisetzung, gesteigerte Aufnahme durch Makrophagen

Alum + B. pertussis Aluminiumhydroxid + abgetötete B. pertussis verzögert Antigenfreisetzung, gesteigerte Aufnahme durch Makrophagen, Costimulation in Makrophagen

Immunstimulatorische Komplexe (ISCOMs) Matrix aus Quil A + Virales Protein Induktion cytotoxischer T-Zellen (Antigene im Cytosol)

4 Quellen

  1. Immunologie 5. Auflage, Charles A Janeway, Spektrum, ISBN-13:978-3-8274-1079-5

5 Weblinks

Tags:

Fachgebiete: Pharmakologie

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