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Adenosin

1 Definition

Adenosin zählt zu den Nukleosiden. Es handelt sich um eine Verbindung aus Adenin und Ribose.

2 Strukturformel

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3 Bedeutung

Adenosin ist ein Bestandteil der energiereichen Verbindungen Adenosintriphosphat (ATP) und Adenosindiphosphat (ADP). Darüber hinaus dient es auch als Signalmolekül.

4 Pharmakologie

Adenosin blockiert die Ausschüttung aktivierender Neurotransmitter (u.a. Dopamin, Acetylcholin oder Noradrenalin) und bewirkt eine Dilatation der Gefäße, die zu einer Blutdrucksenkung führt. Außerdem verringert Adenosin die Herzfrequenz und verlängert die Überleitungszeit im AV-Knoten per Aktivierung von G-Protein-modulierten Kaliumkanälen über A1-Adenosinrezeptoren.

Adenosin triggert weiterhin den Nucleus praeopticus lateralis im Hypothalamus und wirkt schlafinduzierend. Die Xanthine Coffein, Theobromin und Theophyllin sowie der Wirkstoff Istradefyllin wirken als Antagonisten verschiedener Adenosinrezeptoren. Theophyllin wird deshalb auch als Antidot gegeben.

Adenosin ist zur Beendigung einer AV-nodalen Reentrytachykardie indiziert. Es blockiert die AV-Überleitung. Die physiologische Halbwertszeit von Adenosin liegt im Bereich von Sekunden.

4.1 Kontraindikationen

Adenosin darf nicht bei Bronchospasmus, Asthma bronchiale sowie bei COPD-Patienten gegeben werden. Ebenfalls kontraindiziert ist es beim Wolff-Parkinson-White-Syndrom. Durch die Blockierung der Überleitung am AV-Knoten kann es zu ventrikulären Tachykardien kommen.

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Fachgebiete: Biochemie

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