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Vorhofflattern

Abkürzung: VHF
Englisch: atrial flutter (AFL)

1 Definition

Vorhofflattern ist eine tachykarde Rhythmusstörung der Vorhöfe, ausgelöst durch einen Reentry-Mechanismus. Es geht meist mit einem AV-Block einher. Die Rhythmusstörung tritt oft paroxysmal, seltener chronisch auf und kann in ein Vorhofflimmern übergehen.

2 EKG

Das Vorhofflattern bietet ein typisches EKG-Bild mit:

  • einer stark erhöhten, jedoch regelmäßigen Vorhoffrequenz (200-350/min)
  • schnell aufeinanderfolgende, verbreiterte P-Wellen, die meistens sägezahnförmig sind und unter die Nulllinie reichen

Die Flatterwellen stellen sich in den EKG-Ableitungen II, III und aVF besonders gut dar.

Bei selten auftretenden ungewöhnlichen Formen des Vorhofflatterns (Uncommon type) können die Flatterwellen normalen positiven P-Wellen ähneln. Die Vorhoffrequenz ist dabei jedoch oft noch höher (bis zu 450/min) als beim konventionellen Vorhofflattern.

3 Ursache

Als Ursachen für ein Vorhofflattern kommen verschiedene Herzerkrankungen in Frage:

Vorhofflattern kann auch idiopathisch bei ansonsten Herzgesunden auftreten.

4 Symptome

Die Symptome sind meist durch die schnelle Herzfrequenz bedingt. Bei permanentem Vorhofflattern besteht eine Neigung zur intrakardialen Thrombusbildung, welche geringer ist als bei Vorhofflimmern.

5 Therapie

Die Therapie kann medikamentös mit Antiarrhythmika, elektrische Kardioversion durch Katheterintervention (Isthmusablation) erfolgen. Bei frischem Vorhofflattern ist immer die Regularisierung (Rhythmuskontrolle, Überführung in den Sinusrhythmus) anzustreben.

Tags:

Fachgebiete: Kardiologie

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