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Blut

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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von lateinisch: sanguis - Blut
Englisch: blood

1. Definition [bearbeiten]

Blut ist ein Gewebe, das aus Blutzellen und einer flüssigen Interzellularsubstanz, dem Blutplasma, besteht. Es erfüllt vielfältige Transport- und Regulationsfunktionen und erreicht über das Gefäßsystem nahezu alle Teile des Körpers.

Das gesamte Blutvolumen (Gesamtblutmenge) eines Erwachsen beträgt ca. 5-6 l. Die zellulären Bestandteile des Bluts machen dabei ungefähr 40-50% des Blutvolumens aus, der andere Teil wird vom Blutplasma gestellt.

2. Histologie [bearbeiten]

Histologisch kann man im Blut drei Zelltypen unterscheiden:

Den größten Anteil der Blutzellen stellen mit etwa 4-5 Millionen Zellen pro µl Blut die Erythrozyten. Sie haben einen Volumenanteil von rund 50 % am Gesamtblut (Hämatokrit). An zweiter Stelle folgen mit rund 150.000-300.000 Zellen pro µl Blut die Thrombozyten. Die zahlenmäßig schwächste Fraktion stellen die Leukozyten mit nur 4.000-9.000 Zellen pro ml Blut.

Die Bezeichnung "Zelle" ist für Erythrozyten und Thromobzyten nur bedingt richtig, da beide Elemente keinen Zellkern besitzen.

3. Physiologie [bearbeiten]

3.1. Funktionen [bearbeiten]

  • Gasaustausch: Sauerstoffversorgung der Gewebe, C02-Abtransport
  • Transport: Nährstoffe, Abbauprodukte des Zellstoffwechsels, Hormone
  • Wärmeregulation: Verteilung der Körperwärme
  • Immunabwehr: Abwehr von Fremdorganismen und Toxinen durch weiße Blutzellen und Antikörper
  • Sicherung der Integrität: Wundverschluß durch Fibrin- und Koagelbildung.

3.2. Eigenschaften [bearbeiten]

Blut ist ein nichtnewtonsches Fluid mit speziellen Fließeigenschaften, die durch die Hämodynamik beschrieben werden. Die Blutviskosität ist unter anderem von der Zellzahl (Hämatokrit) und von der Plasmaviskosität abhängig.

4. Transport [bearbeiten]

Das Blut wird über die Arterien im großen Blutkreislauf vom Herzen weg ins Kapillarsystem gepumpt, das die Endorgane speist. Über die Venen gelangt das Blut wieder zurück zum Herzen. Im sog. kleinen oder Lungenkreislauf wird das Blut wieder mit Sauerstoff angereichert, CO2 (Kohlendioxid) im Austausch abgegeben. Das frisch oxygenierte Blut steht nach der Passage durch die Lungengefäße für einen erneuten Kreislauf bereit.

5. Klinik [bearbeiten]

5.1. Erkrankungen [bearbeiten]

Mit den Erkrankungen des Blutes beschäftigt sich die Hämatologie. Wichtige Blutkrankheiten sind z.B. Anämie und Leukämie.

5.2. Laboruntersuchungen [bearbeiten]

Die Laboruntersuchung des Blutes (Butdiagnostik) ist eine der wichtigsten diagnostischen Routinemethoden in der Medizin. Sie basiert meist auf Blut, das durch eine periphere Venenpunktion entnommen wurde.

siehe auch: Blutabnahme

Video: Blutabnahme

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