Desipramin: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 2. November 2015, 11:55 Uhr
Handelsnamen: Pertofran® u.a.
Englisch: Desipramine
Definition
Desipramin ist ein trizyklisches Antidepressivum, das früher zur Behandlung von Depressionen eingesetzt wurde, mittlerweile jedoch in den meisten Ländern nicht mehr auf dem Markt erhältlich ist.
Indikationen
Hauptindikation für die Verschreibung von Desipramin-haltigen Präparaten stellt die Depression dar.
Allgemeines
Das Arzneimittel wird oral in Form von Tabletten eingenommen und weist hierbei eine Bioverfügbarkeit von bis zu 92% auf. Die Metabolisierung erfolgt hepatisch. Die Plasmahalbwertszeit beträgt hierbei durchschnittlich 22 Stunden. Anschließend wird der Wirkstoff renal eliminiert.
Wirkmechanismus
Desipramin hemmt im ZNS die Wiederaufnahme von Monoaminen in die präsynaptischen Vesikel, so dass die Konzentration an Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt erhöht wird. Dies wirkt antidepressiv, dämpfend und stimmungsaufhellend. Allerdings beeinflussen Trizyklika auch das histaminerge, das cholinerge sowie das adrenerge System, wodurch zahlreiche Nebenwirkungen entstehen.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Aufgrund der Bandbreite an Nebenwirkungen wird Desipramin auch als dirty drug bezeichnet, weswegen bei der Behandlung der Depression ungern auf Trizyklika zurückgegriffen wird.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff
- Intoxikation mit Sedativa oder Psychopharmaka
- Blasenentleerungsstörungen
- Pylorusstenose, Ileus
- Herzreizleitungsstörungen
- Glaukom
- gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern
- Schwangerschaft, Stillzeit