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Zellfusion

(Weitergeleitet von Zellverschmelzung)

Synonym: Zellverschmelzung

1 Definition

Als Zellfusion wird der Prozess bezeichnet, bei dem zwei oder mehr Zellen durch Verschmelzung ihrer Plasmamembranen zu einer Zelle werden.

2 Physiologische Zellfusion

Beim Menschen wird allgemein zwischen der sexuellen und nicht-sexuellen Zellfusion unterschieden. Bei der sexuellen Form verschmilzen Gameten (Eizelle und Spermium) im Rahmen der Befruchtung miteinander.

Bei der nicht-sexuellen Form findet in der Regel eine homotypische Fusion gleichartiger, somatischer Zellen statt:

3 Mechanismus

Der molekulare Mechanismus der Zellfusion ist bisher - besonders im Menschen - kaum verstanden. Basierend auf Ergebnissen aus Modellorganismen wie Maus oder Caenorhabditis elegans geht man davon aus, dass sogenannte fusogene Proteine auf der Zelloberfläche den Kontakt und die Fusion vermitteln. Dieser Prozess muss streng kontrolliert sein, um eine ungewollte Fusion von Zellen zu verhindern.

4 Pathologie

Eine ungewollte Fusion zwischen Zellen kann die genetische Stabilität des Genoms beeinflussen, wenn ebenfalls eine Kernfusion stattfindet. Die Folge ist eine Aneuploidie. Vermutet wird, dass sich sogenannte Tumorstammzellen unter anderem durch Fusion von Stammzellen mit normalen Zellen entwickeln und so Krebszellen mit entsprechenden Eigenschaften entstehen. [1]

5 Quellen

  1. Lu et al. Cell fusion hypothesis of the cancer stem cell. Adv Exp Med Biol; 2011

Fachgebiete: Biologie, Genetik

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