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VEGF-C

Synonyme: vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor C, Vascular Endothelial Growth Factor C Englisch: vascular endothelial growth factor-C

1 Definition

VEGF-C ist ein Wachstumsfaktor der VEGF-Familie. Seine Hauptfunktion ist es, die Entwicklung und das Wachstum der Lymphgefäße (Lymphangiogenese) zu stimulieren.

2 Funktion

VEGF-C bindet als Signalmolekül mit hoher Affinität an den Rezeptor VEGFR-3, der in lymphatischen Endothelzellen exprimiert wird. Dadurch wird die Lymphangiogenese aktiviert, die vor allem während der Embryogenese stattfindet. VEGF-C bindet ebenfalls an VEGFR-2, allerdings mit viel geringerer Affinität. Über diese Bindung kann es unter bestimmten Bedingungen auch die Angiogenese stimulieren.

3 Genetik

Das Protein VEGF-C wird durch das VEGFC-Gen auf Chromosom 4 an Genlokus 4q34.3 kodiert.

4 Struktur

VEGF-C hat eine Größe von 419 Aminosäuren. Das Protein wird als inaktive Vorstufe gebildet, die danach in mehreren Schritten prozessiert und schließlich sezerniert wird.

5 Klinische Bedeutung

Sowohl VEGF-C als auch die beiden Rezeptoren VEGFR-2 und VEGFR-3 werden in Tumorzellen exprimiert und können zur Tumorprogression beitragen. Eine klinische Bedeutung der erhöhten VEGF-C-Level wurde bei folgenden Krebserkrankungen nachgewiesen:

Zudem können Mutationen von VEGF-C in seltenen Fällen zu einem kongenitalem Lymphödem (Nonne-Milroy-Meige-Syndrom) führen.

6 Literatur

Diese Seite wurde zuletzt am 3. November 2021 um 14:08 Uhr bearbeitet.

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