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Lymphangiogenese

Synonym: Lymphvaskulogenese
Englisch: lymphangiogenesis

1 Definition

Als Lymphangiogenese bezeichnet man die Bildung bzw. das Aussprossen neuer Lymphgefäße.

2 Hintergrund

Die Lymphangiogenese ist das Pendant zur Angiogenese der Blutgefäße. Sie findet überwiegend während der Embryogenese statt. Im ausgewachsenen Organismus kommt sie unter physiologischen Bedingungen kaum vor, sondern nur im Rahmen von Entzündungsprozessen, bei Reparaturvorgängen oder im Rahmen des Tumorwachstums.[1]

Die Proliferation von Lymphgefäßen wird durch verschiedene Wachstumsfaktoren getriggert, u.a. durch VEGF–C und –D, die an den VEGF-Rezeptor 3 binden, der vom lymphatischen Endothel exprimiert wird. Ein Überangebot von VEGF-C und -D führt bei transgenen Mäusen zu einer Hyperplasie der Lymphgefäße.

Als weitere Faktoren mit prolymphangiogener Aktivität konnten Angiopoetin-1, der Fibroblasten-Wachstumsfaktor 1, der Insulin-like growth factor 1, Endothelin-1, PDGF und Ephrin-B2 identifiziert werden.

3 Quellen

  1. Ailsa Christiansen, Michael Detmar Lymphangiogenesis and Cancer; Genes Cancer. 2011 Dec; 2(12): 1146–1158. doi: 10.1177/1947601911423028 PMCID: PMC3411123 PMID: 22866206

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 21. August 2020 um 17:26 Uhr bearbeitet.

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