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Transglutaminase

Englisch: transglutaminase

1 Definition

Transglutaminasen sind Enzyme, welche die Bildung von Quervernetzungen (Cross-linking) zwischen oder innerhalb von Proteinen katalysieren. Aufgrund dieser Funktion werden sie auch als "nature's glue" bezeichnet. Die Enzyme sind Calcium-abhängig und in allen Eukaryoten vorhanden.

2 Biochemie

Transglutaminasen katalysieren die Bildung von Isopeptidbindungen zwischen den γ-Carboxamid-Gruppen (-(C=O)NH2) von Glutaminresten und den ε-Aminogruppen (-NH3) von Lysinresten. Bei dieser Transamidierung wird Ammoniak (NH3) freigesetzt.

Darüber hinaus sind Transglutaminasen dazu in der Lage, Glutaminreste zu Glutaminsäureresten zu deamidieren. Dabei wird ebenfalls NH3 freigesetzt.

Die von Transglutaminasen katalysierten Reaktionen sind irreversibel, die entstehenden Biopolymere weitgehend stabil gegenüber einer Proteolyse. Deshalb werden diese Enzyme durch zahlreiche biochemische Kontrollmechanismen reguliert.

3 Vertreter

Wichtige Vertreter der Transglutaminasen sind:

4 Klinik

Transglutaminasen spielen in vielen Bereichen eine essentielle Rolle. Ihre Fehlfunktion führt daher zu verschiedenen Krankheitsbildern. Beispiele sind:

5 Quellen

  • Transglutaminase 2, a double face enzyme, S. Beninati, M. Piacentini, C. M. Bergamini, Amino Acids, March 2017, Volume 49, Issue 3, pp 415–423

Tags:

Fachgebiete: Biochemie

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