Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Angina Plaut-Vincent

(Weitergeleitet von Tonsillitis ulceromembranacea)

nach dem deutschen Bakteriologen H.-K. Plaut und dem französischen Bakteriologen H. Vincent
Synonym: Tonsillitis ulceromembranacea
Englisch: trench mouth, Vincent's angina

1 Definition

Die Angina Plaut-Vincent ist eine relativ seltene Form der Tonsillitis (Mandelentzündung). Sie ist die bekannteste Form der sogenannten Fusotreponematosen, die auch außerhalb der Tonsillen auf Rachenschleimhaut und Zahnfleisch auftreten können.

2 Ätiologie

Verursacht wird eine Angina Plaut-Vincent durch eine Mischinfektion mit dem schraubenförmig gewundenen sauerstoffempfindlichen Spirochäten Treponema vincenti und spindelförmigen Fusobakterien.

3 Klinik

Die Angina Plaut-Vincent äußert sich mit Schluckbeschwerden bei relativ geringfügig gestörtem Allgemeinbefinden und normalerweise afebrilen Körpertemperaturen.

Es bildet sich ein schmerzloses, meist einseitiges Geschwür an der Gaumenmandel, das mit Gewebsuntergang (Nekrosen) der Schleimhaut einhergeht. Typisch ist hierbei ein übelriechender grau-grünlicher schmieriger Belag, der sich von den weißen Stippchen der häufigeren Streptokokken-Tonsillitis meist deutlich unterscheidet. Von der Erkrankung sind häufiger Jugendliche betroffen.

Eine Komplikation bildet die brandige Zerstörung der Wange.

4 Therapie

Die Erkrankung wird üblicherweise wie bei einer ausgeprägteren Streptokokken-Tonsillitis mit Antibiotika behandelt. Dabei kommen vor allem Aminopenicilline (z.B. Amoxicillin), bei deren Unverträglichkeit Makrolide (z.B. Clarithromycin) oder Tetracycline (z.B. Doxycyclin) zum Einsatz. Die Behandlung sollte ausreichend lange, beispielsweise über volle 7-10 Tage erfolgen.

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