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Thrombinzeit

Abkürzung: TZ
Synonyme: Plasmathrombinzeit, PTZ
Englisch: thrombin clotting time (TCT), thrombin time (TT)

1 Definition

Die Thrombinzeit ist ein Gerinnungstest, speziell für die Umwandlung von Fibrinogen zu Fibrin. Von der Thrombinzeit abzugrenzen ist die Prothrombinzeit.

2 Durchführung

Aus Blut, das durch Zugabe einer Natriumcitrat-Lösung ungerinnbar gemacht worden ist, gewinnt man durch Zentrifugation Citratplasma. Durch Zugabe von Thrombin und Calcium bildet sich nun aus Fibrinogen Fibrin (Clotting-Test). Da die plasmaeigene Thrombinbildung entfällt, entfällt auch der Einfluss aller zur Thrombinbildung erforderlichen Faktoren.

3 Abhängigkeit

Die Thrombinzeit, also die Zeit von der Zugabe des Thrombins zum Citratplasma bis zur Bildung von Fibrin, ist einerseits von der Anwesenheit von Heparin, Fibrinspaltprodukten und anderen gerinnungshemmenden Substanzen abhängig, andererseits von der Konzentration von Fibrinogen. Um eine Heparinwirkung auszuschließen, kann parallel die Reptilasezeit bestimmt werden.

Bei Patienten, die Thrombinhemmer, zum Beispiel Argatroban, einnehmen, ist die Thrombinzeit stark verlängert oder es tritt gar keine meßbare Gerinnselbildung mehr auf. In abgewandelter Form als so genannte "verdünnte Thrombinzeit" (diluted thrombin time, DTT) kann die Thrombinzeit zur Gerinnungskontrolle bei dieser Medikamentengruppe eingesetzt werden. Dabei wird das Patientenplasma mit Normalplasma verdünnt, um die Gerinnungshemmung abzuschwächen.

4 Normwert

  • 15-35 Sekunden (laborabhängig)

5 Interpretation

Verlängert bei:

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