Sportunfall
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Definition
Ein Sportunfall ist ein Unfallereignis im ursächlichen Zusammenhang mit sportlicher Betätigung. Er umfasst akute traumatische Verletzungen während Training, Wettkampf oder freizeitlicher Sportausübung.
Hintergrund
Sportliche Aktivität ist mit spezifischen biomechanischen Belastungsprofilen verbunden. Sportartspezifische Bewegungsmuster wie Beschleunigungs-, Rotations- und Sprungbewegungen beeinflussen das Verletzungsrisiko. Externe Faktoren umfassen Spielfeldbeschaffenheit, Witterung, Sportgeräte und Schutzausrüstung. Individuelle Einflussgrößen sind Trainingszustand, muskuläre Dysbalancen, Vorerkrankungen und Koordinationsfähigkeit.
Epidemiologie
Die Ereignisse betreffen alle Altersgruppen. Ein hoher Anteil entfällt auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Häufige Unfallkontexte sind Vereinssport, Schulsport und nicht organisierter Freizeitsport. Ballsportarten, Wintersport und Kontaktsportarten weisen erhöhte Verletzungsraten auf. Männer sind in zahlreichen Sportarten häufiger betroffen als Frauen. Saisonale Häufungen bestehen abhängig von Sportart und klimatischen Bedingungen.
Unfallmechanismen
Unfallmechanismen umfassen direkte Krafteinwirkung, Sturzereignisse, Rotationsbewegungen und abrupte Richtungswechsel. Kontaktverletzungen entstehen durch Zusammenstoß mit Mitspielern oder Sportgeräten. Nicht-Kontakt-Verletzungen resultieren aus plötzlicher Belastung ohne äußere Einwirkung. Typische Mechanismen sind Valgusstress des Kniegelenks, Supinationstrauma des oberen Sprunggelenks und axiale Stauchung der Wirbelsäule.
Verletzungsmuster
Häufige Verletzungen sind Distorsionen, Kontusionen, Frakturen und Luxationen. Bandverletzungen betreffen insbesondere das obere Sprunggelenk und das Kniegelenk. Muskel- und Sehnenverletzungen treten überwiegend an den unteren Extremitäten auf. Kopfverletzungen reichen von Commotio cerebri bis zu intrakraniellen Blutungen. Wintersport ist mit vermehrten Knie- und Schulterverletzungen assoziiert. Kontaktsportarten zeigen erhöhte Raten an Zahn- und Gesichtsverletzungen.
Versicherungsrecht
Im organisierten Vereinssport besteht in der Regel gesetzlicher oder vereinsinterner Unfallversicherungsschutz. Im Schulsport greift die gesetzliche Unfallversicherung. Bei betrieblich organisiertem Sport kann eine Anerkennung als Arbeitsunfall erfolgen. Im privaten Freizeitsport erfolgt die Absicherung über private Unfallversicherungen.
Literatur
- T. Helfen et. al., Sportverletzungen, Notfall+Rettungsmedizin 2022
- S+K-Verlag, Sportverletzungen und der Rettungsdienst, Rettungsdienst
- Allianz: Sportunfall- und Krankenversicherung