Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Peritonismus

1 Definition

Als Peritonismus bezeichnet man einen Zustand, in dem das Bauchfell (Peritoneum) gereizt ist, ohne dass eine voll entwickelte Entzündung des Peritoneums – eine Peritonitis – vorliegt.

2 Ätiologie und Pathogenese

Viele Erkrankungen des Bauchraumes können einen Peritonismus verursachen, z.B.:

In einigen Fällen besteht eine chronische Grunderkrankung, die den gesamten Organismus betrifft und auch zu einer Mitreaktion des Peritoneums führt. Beispiele hierfür sind Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus.

3 Symptome

Patienten mit Peritonismus sind im Bereich des Abdomens sehr druckempfindlich. Eine Reizung des Peritoneums, beispielsweise bei der Palpation des Abdomens, verursacht heftige Schmerzen.

Weiterhin besteht bei den Patienten ein Loslassschmerz: bei der Untersuchung des Abdomens wird mit der Hand erst ein Druck auf die Bauchdecke ausgeübt. Dann wird die Hand plötzlich zurückgezogen, was einen scharfen Schmerz verursacht.

Oftmals ist die Bauchmuskulatur der Patienten angespannt (Abwehrspannung). Diese Spannung ist unwillkürlich und kann nicht willentlich beeinflusst werden.

In vielen Fällen lassen sich keine spezifischen Entzündungszeichen feststellen.

4 Therapie

Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache des Peritonismus, die behoben werden muss.

5 Literatur

  • Berger DP, Mertelsmann R: Das Rote Buch: Hämatologie und Internistische Onkologie. 6. Auflage, 2017. ecomed Medizin Verlag

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

5 Wertungen (4.4 ø)

41.846 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: