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Nasenpolyp

Synonym: Polyposis nasi

1 Definition

Nasenpolypen sind ödematöses Quellgewebe der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen. Es handelt sich um eine benigne Schleimhautwucherung, die in keiner Verwandtschaft zu Dickdarm- oder Gebärmutterpolypen steht.

2 Inzidenz

Nasenpolypen werden in bis 4% der Normalbevölkerung gefunden.

3 Pathogenese

Die Pathogenese der Nasenpolypen ist noch immer unklar. Sie stehen sehr oft in Zusammenhang mit einer chronischen Rhinosinusitis, so dass ein entzündlicher Trigger vermutet wird. Häufig werden sie auch in Zusammenhang mit einer Allergie beobachtet. Ein Zusammenhang mit nicht-allergischem Asthma bronchiale oder gar kein Zusammenhang mit einer Allergie kommt ebenfalls vor. In bis zu 40% geht eine Polyposis nasi mit einem Asthma bronchiale und in bis zu 25% mit einer Acetylsalicylsäure-Intoleranz (Samter-Trias) einher.

4 Pathohistologie

Die Polypen selber zeigen histologisch eher (65-90%) eine Eosinophilie als eine Neutrophilie.

5 Unterteilung

5.1 ...nach Ursprung

  • Antrochoanalpolypen stammen aus der Kieferhöhle und sind meist einseitig und treten einzeln auf.
  • Ethmoidale Polypen stammen aus dem Siebbein, sind beidseitig und multipel von unterschiedlicher Größe.

Polypen können auch in einer Concha bullosa entstehen.

5.2 ...nach Histologie

Nach Stammberger werden unterschieden:

  • nicht eosinophilen-dominierte Polypen
  • bilaterale eosinophilen-dominierte Polypen
  • Polypen bei spezifischen Erkrankungen wie Mukoviszidose, Mykose oder Malignom

6 Klinik

Irreguläres Auftreten von Polypen mit Schmerzen und Nasenbluten erfordern eine schnelle und gründliche Diagnostik - hier besteht Verdacht auf ein Malignom. Auffällig ist, dass die Nasenmuscheln nicht zur Polypenbildung neigt - ein noch nicht erklärbares Phänomen.

7 Therapie

Diese Seite wurde zuletzt am 19. Januar 2016 um 13:18 Uhr bearbeitet.

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