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Nalbuphin

Handelsnamen: Nubain®, Nalpain®

1 Definition

Nalbuphin ist ein halbsynthetisches Opioid, das agonistisch an κ-Opioidrezeptoren und partiell antagonistisch an µ-Opioidrezeptoren wirkt. Die analgetische Potenz des Nalbuphins liegt zwischen der von Codein und Morphin.

2 Anwendung

Indikation für Nalbuphin sind mittelstarke bis starke Schmerzen. Es kann intramuskulär, subkutan oder intravenös appliziert werden.

3 Pharmakodynamik

Nalbuphin agiert als Agonist am κ-Opioidrezeptor und als partieller Antagonist am µ-Opioidrezeptor. Daraus resultiert ein interessantes Wirkprofil: Durch den Antagonismus am µ-Opioidrezeptor kann einer Atemdepression entgegengewirkt werden bei gleichzeitiger, am κ-Rezeptor vermittelter Analgesie.

4 Nebenwirkungen

5 Wechselwirkungen

Nalbuphin darf nicht zusammen mit Agonisten am µ-Opioidrezeptor, wie Morphin oder Fentanyl gegeben werden, da deren Hauptwirkung durch den Antagonismus des Nalbuphins aufgehoben wird. Vorsicht ist geboten, wenn Nalbuphin mit anderen ZNS-wirksamen Substanzen kombiniert wird.

6 Rechtliches

Nalbuphin ist in Deutschland unter dem Handelsnamen Nalpain® als Injektionslösung erhältlich. Das Medikament unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und kann auf "normalem" Rezept verschrieben werden.

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