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Lichenoide Keratose

Synonyme: benigne lichenoide Keratose, lichen-planus-artige Keratose
Englisch: lichen planus-like keratosis

1 Definition

Die lichenoide Keratose ist eine gutartige Hauterkrankung aus dem Formenkreis der lichenoiden Dermatosen, die als entzündliche Variante der Verruca seborrhoica verstanden werden kann.

2 Klinik

Der klinische Aspekt ist unspezifisch. Die Effloreszenzen ähneln einer entzündlich irritierten Verruca seborrhoica oder einem superfiziellen Basalzellkarzinom. Die weitere Abklärung erfordert die Entfernung des Befundes durch Exzision oder Kürettage. Anschließend wird das Biopsat pathohistologisch untersucht. Dabei kommen ggf. immunhistochemische Verfahren (Zytokeratin-Antikörper, Ber-EP4-Antikörper) zum Einsatz, um eine maligne Veränderung auszuschließen.

3 Pathohistologie

Die lichenoide Keratose präsentiert sich lichtmikroskopisch durch Akanthose und/oder Orthohyperkeratose mit fokaler Parakeratose. Das Epithel ist teilweise aufgelockert und enthält zahlreiche apoptotische Keratinozyten. Als Ausdruck einer Entzündungsreaktion besteht ein dichtes, bandförmiges, subepidermales Infiltrat aus Lymphozyten, teilweise auch aus Plasmazellen. Im Gegensatz zum Lichen planus werden aber auch eosinophile Granulozyten angetroffen.

4 Differentialdiagnose

Fachgebiete: Dermatologie

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