Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Kollagen III

Synonyme: Kollagen 3, Collagen III, Kollagen Typ III, Collagen Typ III

1 Definition

Kollagen III ist ein Protein, das vor allem in elastischen Geweben und im retikulären Bindegewebe vorkommt. Es ist häufig mit Kollagen I assoziiert und zählt zu den fibrillären Kollagenen.

2 Vorkommen

Kollagen III ist ein wichtiger Bestandteil retikulärer Fasern, die wiederum das retikuläre Bindegewebe bilden. Dieses findet sich vor allem in den lymphatischen Organen (Lymphknoten, Milz, Tonsillen). Dort werden die Fasern von den fibroblastischen Retikulumzellen synthetisiert.

Kollagen III kommt in vielen verschiedenen Geweben vor, u.a. in:

Besonders zahlreich ist es in Organen vertreten, die funktionsbedingt eine gewisse Elastizität besitzen. Dazu gehören z.B. die Haut, die Lunge und die großen Arterien.

3 Funktion

In Tierexperimenten an Mäusen (Knockout-Maus) wurde die Funktion von Kollagen III mittels Ausschalten des für die Produktion verantwortlichen Gens (COL3A1) genauer untersucht.

3.1 Gefäße

Bei Mäusen mit mutiertem COL3A1-Gen konnte eine vermehrte Elastizität der großen Arterien nachgewiesen werden, welche häufig zu einem Aortenaneurysma oder seltener zu einem zerebralen Aneurysma führte. Die generell deutlich reduzierte Lebenserwartung der Mäuse, die eine verminderte Kollagen-III-Produktion zeigten, war meist die Folge einer Aortenruptur oder der Ruptur anderer großer Gefäße. Die mitttelgroßen und kleinen Arterien zeigten ebensowenig eindeutige pathologische Veränderungen wie das Herz. Kollagen III scheint folglich eine wichtige Rolle beim Erhalt der Stabilität und der Elastizität großer Arterien zu spielen.

Mutationen im COL3A1-Gen können auch zur vaskulären Form des Ehlers-Danlos-Syndroms führen.

3.2 Darm

Eine fehlerhafte Kollagen-III-Produktion führte in Tierversuchen zum vermehrten Auftreten eines Megacolons, sodass auch hier eine stabilisierende Funktion vermutet wird.

3.3 Haut

Bei gänzlich ausbleibender Kollagen III-Produktion wurden im Tierversuch Hautläsionen in Form kleinerer Erosionen beobachtet, die nicht auf ein Trauma zurückgeführt werden konnten. Diese Beobachtungen suggerieren eine Relevanz von Kollagen III für eine intakte Haut.

Trotz Vorkommen in anderen Geweben konnten keine weiteren Erkrankungen, die mit einer gestörten Kollagen-III-Produktion einhergehen, nachgewiesen werden. Die beschriebenen Pathologien sind vermutlich auf eine gestörte Fibrillogenese zurückzuführen, bei der Kollagen III in einigen Organen eine wichtige Aufgabe zu haben scheint.

Fachgebiete: Biochemie, Histologie

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