Kardiopulmonale Dekompensation
Synonym: kardiopulmonales Versagen
Englisch: cardiopulmonary decompensation
Definition
Die kardiopulmonale Dekompensation ist eine kombinierte kardiale und pulmonale Dekompensation, d.h. Herz und Lunge versagen gleichzeitig.
Hintergrund
Der Begriff wird in Literatur und klinischem Alltag nicht einheitlich verwendet. Meist beschreibt er ein Zusammenspiel aus Herz- und Lungenversagen, bei dem eine Störung des einen Organs das andere zusätzlich belastet. Klassisches Beispiel ist eine dekompensierte Linksherzinsuffizienz, die zu einem Lungenödem führt und dadurch die Atmung massiv beeinträchtigt.
Teilweise wird der Begriff jedoch auch genutzt, wenn zwei schwerwiegende Erkrankungen von Herz und Lunge unabhängig voneinander, aber gleichzeitig auftreten — etwa eine Pneumonie und eine akute Tachyarrhythmie, die zusammen zu einer kritischen Verschlechterung führen.
Ursachen
Die auslösenden Ursachen sind vielfältig und umfassen kardiale, pulmonale und systemische Erkrankungen. Beispiele sind u.a.:
- kardiogene Ursachen
- Herzinsuffizienz
- Myokardinfarkt
- Herzrhythmusstörungen
- Klappenvitium
- pulmonale Ursachen
- systemische Ursachen
Symptome
Die kardiopulmonale Dekompensation ist in der Regel ein lebensbedrohlicher Zustand. Mögliche Symptome sind z.B.: