Typ-I-Interferon
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LoslegenEnglisch: type I interferon
Definition
Typ-I-Interferone sind eine große Subgruppe der Interferone, welche die Aktivität des Immunsystems regulieren. Sie binden an einen speziellen Rezeptor an der Oberfläche ihrer Zielzellen, den Interferon-alpha/beta-Rezeptor (IFNAR).
Herkunft
Typ I Inteferone werden nach Erkennung viraler Bestandteile, meist virale Nukleinsäure, produziert.
Substanzen
Beim Menschen sind folgende Typ-I-Interferone relevant:
- Interferon-alpha (IFN-α, IFNA)
- Interferon-beta (IFN-β, IFNB1)
- Interferon-kappa (IFN-κ, IFNK)
- Interferon-epsilon (IFN-ε, IFNE1)
- Interferon-omega (IFN-ω, IFNW)
Wirkungsweise
Die Produkte der inteferon-stimulierten Gene erzeugen einen antiviralen Status. Somit wird die Zelle in einen Zustand versetzt, in dem sich Viren schlechter vermehren können.
Typische Effekte:
- Hemmung viraler Proteinsynthese
- Abbau viraler RNA
- Hemmung der Virusreplikation
- erschwerte Virusausbreitung auf Nachbarzellen
- gesteigerte Aktivität von NK-Zellen
- verstärkte Antigenpräsentation über MHC-I
Pharmakologie
Die Wirkung von Typ-I-Interferonen kann durch Blockade des Interferon-alpha/beta-Rezeptors reduziert werden. Ein monoklonaler Antikörper, der diese Wirkung erzielt, ist Anifrolumab.