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Januskinase

nach dem römischen Gott Janus

1 Definition

Januskinasen, kurz JAK (ursprünglich von "Just another kinase"), sind zytoplasmatische Tyrosinkinasen, die mit Zytokin-Rezeptoren assoziiert sind. Nach Aktivierung über STAT-Proteine vermitteln sie Effekte ins Zellinnere.

2 Aktivierung

Da Zytokin-Rezeptoren vom Typ I und Typ II über keine eigene Kinase-Aktivität verfügen, sind sie auf Januskinasen angewiesen, um intrazelluläre Proteine zu phosphorylieren und so die weitere Signaltransduktion anzustoßen. Wenn ein Signalmolekül an den Zytokinrezeptor andockt, bewegen sich zwei JAKs aufeinander zu und bilden ein Dimer. Durch eine Transphosphorylierung werden die Januskinasen aktiviert und phosphorylieren Tyrosinreste des zytoplasmatischen Teils des Rezeptors. Hier entstehen Bindungsstellen für das STAT-Protein.

siehe auch: JAK-STAT-Signalweg

3 Einteilung

Zur Gruppe der Januskinasen gehören:

4 Zytokinrezeptoren

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht darüber, welche Januskinasen mit welchen Zytokinrezeptoren interagieren.

Rezeptortyp Zytokinrezeptor JAK-Kinase
I  EPO, TPO, GH, G-CSF JAK2
IL-3R, IL-5R, GM-CSF JAK2
IL-6R, IL-11R JAK1, JAK2, TYK2
IL-2R, IL-4R, IL-7R, IL-9R, IL-15R, IL-21R JAK1, JAK3
II IFN-α-Rezeptor, IFN-β-Rezeptor, IFN-γ-Rezeptor JAK1, JAK2, TYK2

5 Pharmakologie

Die Aktivität der Januskinasen kann durch eine Untergruppe der Tyrosinkinasehemmer, die JAK-Inhibitoren, gehemmt werden.

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