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Inosinmonophosphat-Dehydrogenase

Synonym: IMP-Dehydrogenase

1 Definition

Inosinmonophosphat-Dehydrogenasen, kurz IMPDH, sind eine Gruppe von speziellen Enzymen, die die Reaktion von Inosinmonophosphat (IMP) zu Xanthosinmonophosphat (XMP) katalysieren. Es handelt sich dabei um eine Oxidation.

2 Chemie

Wie alle Enzyme sind auch IMPDH Makromoleküle. Dieses setzen sich aus einer Aminosäuresequenz, bestehend aus 514 Aminosäuren zusammen. Kofaktor dieser Enzyme ist immer ein Kalium-Ion. IMPDH gehören zur übergeordneten Enzymklasse der Oxidoreduktasen.

3 Bedeutung der Reaktion

Die Redoxreaktion zwischen Xanthosinmonophosphat und Inosinmonophosphat stellt die geschwindigkeitsbestimmende Reaktion für die Biosynthese von GMP dar.

4 Genetik

Im menschlichen Erbgut existieren zwei Gene, die für Enzyme der IMPDH codieren.

5 Pharmakologie

IMPDH sind Angriffspunkt für Arzneimittel aus der Gruppe der Immunsuppressiva. Besonders wirksam ist hier eine Hemmung durch den Wirkstoff Mycophenolsäure. Durch Funktionsabschwächung der IMPDH verlangsamt sich die GMP-Synthese, was zu einem Mangel an Purinen führt. Letztere sind aber essentiell für den Aufbau von T- und B-Lymphozyten. Daher führt das immunsuppressive Medikament Mycophenolsäure letztlich zu einer selektiven Unterdrückung der Lymphozytenaktivität.

6 Pathophysiologie

Mutationen in den für IMPDH codierenden Genen können zur Ausbildung einer Retinitis pigmentosa führen.

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