Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Impulskontrollstörung

Synonym: Störung der Impulskontrolle
Englisch: impulse control disorder

1 Definition

Eine Impulskontrollstörung ist ein psychiatrisches Krankheitsbild, das sich durch impulsives Handeln bei gestörter Selbstkontrolle auszeichnet. Es äußert sich durch ein dranghaftes Verhalten, das vom Patienten nicht oder nur teilweise gesteuert werden kann.

2 Ursachen

Die Ursachen für Impulskontrollstörung sind unklar. Wahrscheinlich unterliegen sie einer komplexen, multikausalen Pathogenese, in die genetische und biografische Faktoren einfließen.

Impulskontrollstörungen kommen als Komplikation bei der Therapie eines Parkinson-Syndroms mit L-Dopa oder Dopaminagonisten vor.

3 Symptome

Bei Impulskontrollstörungen sind die betroffenen Menschen nicht dazu fähig, ihrem Impuls zu widerstehen. Die Entscheidung, die Impulshandlung auszuführen, wird nicht bewusst getroffen und ausgeführt. Impulskontrollstörungen können schematisch in 5 Phasen ablaufen:

  • Impuls
  • Wachsende Spannung
  • Handeln mit Lustgewinn
  • Befreiung vom Drang
  • Schuldgefühle

Die genaue Ausprägung der Symptome ist vom Alter und der Umgebung des Patienten abhängig. Abschließende Schuldgefühle können fehlen.

4 Beispiele

Unter anderem sind nach dem ICD10 und dem DSM-IV folgende Verhaltensstörungen den Impulskontrollstörungen zuzurechnen:

Nach den Vorschlägen des DSM-V sollen weiterhin Hypersexualität, Kaufzwang, Internetabhängigkeit und die Skin Picking Disorder neu in die Untergruppe Impulskontrollstörungen aufgenommen werden.

5 Therapie

Die Therapie von Impulskontrollstörungen ist uneinheitlich und im Wesentlichen explorativ. Die Notwendigkeit zur Therapie ergibt sich aus den individuellen und sozialen Konsequenzen der Impulskontrollstörung und ggf. dem hieraus resultierenden Leidendruck. Neben nichtmedikamentösen Therapieansätzen wie Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse kann eine medikamentöse Behandlung versucht werden. Wichtig ist es, vorher ein klares Therapieziel zu formulieren.

Tags:

Fachgebiete: Psychiatrie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

2 Wertungen (4.5 ø)

9.795 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: