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Spielsucht

Synonyme: pathologisches Spielen, zwanghaftes Spielen, pathologisches Glücksspiel
Englisch: pathological gambling, impulsive gambling, problem gambling

1 Definition

Eine Spielsucht bezeichnet eine Impulskontrollstörung, die es dem Betroffenen unmöglich macht, auf Glücksspiele, Computerspiele, Gewinnspiele etc. zu verzichten auch wenn bereits private, persönliche oder finanzielle Probleme sichtbar werden. Rund zwei Drittel der Betroffenen sind Männer.

2 Diagnosekriterien

Zum Erkennen einer Spielsucht liegen mehrere Fragebögen vor (z.B. Spielfragebogen von Gamblers Anonymous, MAGS, Kurzfragebogen zum Glücksspielverhalten). Um die Diagnose einer Spielsucht stellen zu können muss ein zwanghaftes, schädigendes und andauerndes Spielverhalten mit folgenden Kriterien vorliegen:

  • starkes Gedankenkreisen ums Spiel (Überlegen von Gewinnstrategien, Nacherleben von Spielerfahrungen, Planen von Spielen, Überlegungen zur Geldbeschaffung)
  • Kontrollverlust: Ständige Steigerung der Spieleinsätze um ein positives Spielgefühl zu erhalten
  • wiederholte vergebliche Versuche das Spielen zu reduzieren
  • Unruhe oder Aggressivität beim Versuch das Spielen einzuschränken oder aufzugeben
  • Spielen zur Problemlösung oder zur Erleichterung
  • Weiterspielen um Geldverluste "auszugleichen"
  • der Patient lügt in Bezug auf Spielfrequenz, Geldeinsätze etc.
  • Verstrickung in illegale Angelegenheiten zur Geldbeschaffung
  • Verlust von privatem Besitz, Arbeitsplatz oder Partnerschaft

3 Differentialdiagnosen

4 Therapie

Die Therapie der Wahl ist eine multimodale Psychotherapie, ggf. in Kombination mit einer Schuldenberatung. Weiters existieren Selbsthilfegruppen für Spielsüchtige (z.B. Anonyme Spieler). Wenn zusätzlich affektive Störungen vorliegen, kann eine medikamentöse Therapie mit einem Antidepressivum (z.B. SSRI) eingeleitet werden. Versuchsweise kann Naltrexon, Lithium oder Topiramat angewendet werden.

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Fachgebiete: Psychiatrie

Diese Seite wurde zuletzt am 5. August 2014 um 17:40 Uhr bearbeitet.

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