Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Spielsucht

Synonyme: pathologisches Spielen, zwanghaftes Spielen, pathologisches Glücksspiel
Englisch: pathological gambling, impulsive gambling, problem gambling

1 Definition

Eine Spielsucht bezeichnet eine Impulskontrollstörung, die es dem Betroffenen unmöglich macht, auf Glücksspiele, Computerspiele, Gewinnspiele etc. zu verzichten auch wenn bereits private, persönliche oder finanzielle Probleme sichtbar werden. Rund zwei Drittel der Betroffenen sind Männer.

2 Diagnosekriterien

Zum Erkennen einer Spielsucht liegen mehrere Fragebögen vor (z.B. Spielfragebogen von Gamblers Anonymous, MAGS, Kurzfragebogen zum Glücksspielverhalten). Um die Diagnose einer Spielsucht stellen zu können muss ein zwanghaftes, schädigendes und andauerndes Spielverhalten mit folgenden Kriterien vorliegen:

  • starkes Gedankenkreisen ums Spiel (Überlegen von Gewinnstrategien, Nacherleben von Spielerfahrungen, Planen von Spielen, Überlegungen zur Geldbeschaffung)
  • Kontrollverlust: Ständige Steigerung der Spieleinsätze um ein positives Spielgefühl zu erhalten
  • wiederholte vergebliche Versuche das Spielen zu reduzieren
  • Unruhe oder Aggressivität beim Versuch das Spielen einzuschränken oder aufzugeben
  • Spielen zur Problemlösung oder zur Erleichterung
  • Weiterspielen um Geldverluste "auszugleichen"
  • der Patient lügt in Bezug auf Spielfrequenz, Geldeinsätze etc.
  • Verstrickung in illegale Angelegenheiten zur Geldbeschaffung
  • Verlust von privatem Besitz, Arbeitsplatz oder Partnerschaft

3 Differentialdiagnosen

4 Therapie

Die Therapie der Wahl ist eine multimodale Psychotherapie, ggf. in Kombination mit einer Schuldenberatung. Weiters existieren Selbsthilfegruppen für Spielsüchtige (z.B. Anonyme Spieler). Wenn zusätzlich affektive Störungen vorliegen, kann eine medikamentöse Therapie mit einem Antidepressivum (z.B. SSRI) eingeleitet werden. Versuchsweise kann Naltrexon, Lithium oder Topiramat angewendet werden.

Tags:

Fachgebiete: Psychiatrie

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