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Humanes Astrovirus

1 Definition

Das humane Astrovirus, kurz HAstV, ist ein ubiquitär vorkommendes RNA-Virus, das eine häufige Ursache von Gastroenteritiden ist.

2 Taxonomie

3 Genetik

Das humane Astrovirus ist ein unbehüllte Virus mit einzelsträngiger, positiv-orientierter RNA. Es wird somit zur Baltimore-Gruppe IV gezählt.

4 Epidemiologie

Astroviren wurde 1975 elektronenmikroskopisch im Stuhl eines Kleinkindes entdeckt. Heute weiß man, dass Astroviren ubiquitär verbreitet sind. Sie stellen nach Rota-, Noro- und Adenoviren die vierthäufigste Ursache für nicht-bakterielle Durchfallerkrankungen im Kindesalter dar. Ebenfalls häufig betroffen sind ältere sowie immunsupprimierte Patienten.

Eine Übertragung findet fäkal-oral statt.

5 Klinik

Nach einer Inkubationszeit von durchschnittlich zwei bis vier Tagen zeigt sich die Astrovirus-Infektion durch eine zwei bis vier Tage anhaltende, selbstlimitierende leichte Erkrankung mit wässriger Diarrhö, Erbrechen und niedrigem Fieber. Asymptomatische Verläufe kommen vor. Bei Immunsupprimierten sind jedoch schwere, zum Teil letale Verläufe möglich.

6 Diagnostik

Die Diagnose einer Astrovirus-Infektion wird i.d.R. klinisch gestellt.

Ein Erregernachweis gelingt durch:

7 Therapie

Eine kausale Therapie ist derzeit (2019) nicht möglich. Da es sich um eine i.d.R. selbstlimitierende Erkrankung handelt, ist eine symptomatische Therapie (z.B. Volumengabe) meist ausreichend.

8 Prophylaxe

Eine effektive Prophylaxe gegen Astrovirus-Infektionen bieten Desinfektions- und weitere Hygienemaßnahmen. Impfstoffe existieren derzeit (2019) nicht.

9 Meldepflicht

In Sachsen sind Astroviren meldepflichtig. Dabei ist sowohl der Erregernachweis (Labormeldepflicht) als auch die Erkrankung und der Todesfall (Arztmeldepflicht) an das Gesundheitsamt mitzuteilen.[1]

10 Quellen

  1. RKI Meldepflicht 12.09.2017, abgerufen am 08.11.2019

Diese Seite wurde zuletzt am 15. Mai 2020 um 22:19 Uhr bearbeitet.

Das ist richtig, aber eine gewisse Redundanz ist gewollt. Im optimalen Fall gibt es einen Artikel, der schwerpunktmäßig den Erreger behandelt, und einen, der die Erkrankung thematisiert.
#2 am 08.11.2019 von Bijan Fink (Arzt | Ärztin)
Wie häufig im Flexikon ist dies eine Mischung aus Beschreibung des Erregers und der Erkrankung, der Artikel könnte auch Astrovirus-Infektion heißen. Oft gibt es auch zwei ähnliche Artikel.
#1 am 06.11.2019 von Dr. med. Norbert Ostendorf (Arzt | Ärztin)

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