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Grauschuppen

Synonyme: Garyn's Fluch
Englisch: greyscales

1 Definition

Die Grauschuppen sind eine schwere, in der Regel tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die mit einer kristallinen Hyperkeratose und Schuppenbildung der Haut einhergeht. In späteren Stadien können auch die inneren Organe und das ZNS befallen sein. Die Erkrankung ähnelt vom Krankheitsverlauf einer Lepra.

2 Epidemiologie

Endemiegebiete sind Westeros und Essos. Wildlinge besitzen eine natürliche Immunität.

3 Ätiologie

Der genaue Erreger der Erkrankung ist unbekannt. Es handelt sich aber mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Mikroorganismus aus der Gattung Lannisterobacter, möglicherweise Lannisterobacter tyrioni. Die Übertragung erfolgt per Kontakt- oder Schmierinfektion. Mythologische Quellen bezeichnen die Erkrankung als einen "Fluch der Götter" - eine Erklärung, die aus wissenschaftlicher Sicht unbefriedigend bleibt.

4 Klinik

Die Krankheit betrifft Menschen aller Altersgruppen und Klanzugehörigkeiten. Charakteristisch ist eine langsam zentrifugal fortschreitende, kristalline Hyperkeratose der Haut unter Bildung dicker grauschwarzer, nur schwer ablösbarer Schuppen - ausgehend von der Stelle, an welcher der Betroffene infiziert wurde. Häufig sind zunächst nur die Hände oder Füße einbezogen.

5 Einteilung

Die Grauschuppen verlaufen in verschiedenen Phasen. Der Zeitraum bis zur Manifestation der ersten Symptome ist sehr unterschiedlich. Er wird nach der HBO-Skala in Staffeln und Folgen angegeben. Nach potentiellem Kontakt kann auch nach mehreren Staffeln eine Infektion nicht vollständig ausgeschlossen werden.

5.1 Kutane Phase

Ausgehend vom Primäraffekt verbreitet sich das Exanthem unter Verlust der Behaarung (Alopecia grisea) über Monate bis Jahre langsam über das gesamte Integument. Die Schuppen selbst sind frei von Schmerzempfinden, das Subkutangewebe ist jedoch stark entzündet. Erreicht die Infektion das Auge, kommt es in der Regel durch Befall der Kornea zur Erblindung.

5.2 Neurodegenerative Phase

Die Ausbreitung der Erreger in das ZNS führt zu einem ausgeprägten Neuronenverlust im Frontallappen - das pathohistologische Bild ähnelt dabei den Befunden beim Binge Watching. Zunächst treten hirnorganische Persönlichkeitsveränderungen und Psychosen auf, die von ausgeprägten Wahnzuständen begleitet sind. Schreitet der Nervenzellverlust fort, folgen Apathie und Koma.

5.3 Generalisierte Phase

Es kommt zu einem Befall der inneren Organe mit raschem körperlichen Verfall, der zu einem weitgehend schmerzlosen Serientod führt ("Mors in televisionem").

6 Diagnostik

Die Diagnose erfolgt klinisch. Vor Auftreten des Exanthems können Sensibilitätsstörungen bestehen. Bei der Betrachtung der Effloreszenzen durch Drachenglas lässt sich eine schwache weißliche Gitterstruktur erkennen (Tommen-Probe).

7 Therapie

Bislang (2019) hat sich kein einheitliches Behandlungskonzept durchsetzen können. Die lang angekündigte Leitlinie der Maester ist nicht vor 2025 zu erwarten.

Im Frühstadium ist die Amputation der betroffenen Extremität mit großzügigem Sicherheitsabstand - etwa 5 Khal[1] - die Therapie der Wahl. Dazu werden spezielle Klingen aus valyrischem Stahl verwendet. In späteren Stadien beschränkt sich die Behandlung auf palliative Maßnahmen. Bei Non-Compliance ist eine Verbannung in abgelegene Sumpfgebiete unumgänglich.

Unbestätigte Fallberichte schildern Therapieerfolge nach vollständigem Debridement der Schuppenschicht und anschließender Applikation antibiotischer Wundsalben.[2] Der Eingriff darf nur mit schweren Lederhandschuhen vorgenommen werden.

Bei Kindern kam es in Einzelfällen zu Spontanheilungen, wobei lebenslange stigmatisierende Narben zurückbleiben.

8 Fußnoten

  1. 1 Khal = 10-6 DTD (Dothraki-Tagesritt-Distanz)
  2. Tarly, S, Targaryen AE: Successful Treatment of greyscales with a mixture of pine resin, elder twig bark, beeswax, and olive oil - a case report. Westeros Medical Journal 2nd edition, 2018
Lässt mich an die Veröffentlichungen zur Steinlaus von Loriot und die Rhinogradentia von Prof.Dr. Stümpke denken, die eigentlich in keinem guten Literaturverzeichnis von Diplom und Doktorarbeiten fehlen sollten .... auch die Evidence of early (1944) research on methylene. CH2 by D. Duck. (As unearthed by Professors P. P. Caspar and G. S. Hammond of the California Institute of Technology.) aus dem Morrison-Boyd Organische Chemie ist ein bedeutendes Werk...
#11 vor 36 Tagen von Dipl. Biol. Wolfgang H. Schenk (Arzt)
Genial. Vielen Dank! Kenne Game Of Thrones nicht - und bin erst bei "Lannisterobacter" skeptisch geworden :))
#10 am 09.02.2019 von Eric Hurm (Beamter im Gesundheitswesen)
ich habe es bei "Westeros" gemerkt . :D
#9 am 08.02.2019 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
OH DU MEINE GÜTE!!! Ist das etwa Spaß??? Das geht doch nicht!!! Also ehrlich.... ( Ironie zu einigen Kommentaren unten.. ) Ich wollte schon immer mal wissen, was hinter der Grauschuppenkrankheit steckt. GoT ist da immer etwas hintergründig.. :-) Ich finde es OK, auch mal etwas witzig zu sein. Ja, ehrlich...
#8 am 08.02.2019 von HPA Nanu Dams (Heilpraktikerin)
früher haben wir über die Steinlaus von LORIOT im Pschyrembel gelacht. Habe wieder was gelernt..;-)
#7 am 08.02.2019 von Brigitte Pentinghaus (Medizinisch-Technische Assistentin)
Sehr nett! Ein schöner Unfug, war schon lange überfällig.
#6 am 07.02.2019 von Katrin Körner (Journalist)
Wat soll dat?
#5 am 07.02.2019 von Dr. Franz Kass (Naturwissenschaftler)
DockCheck verspielt langsam aber sicher seinen letzten Rest an Seriösität.
#4 am 07.02.2019 von Annika Diederichs (Tierärztin)
Mhm, die Steinlaus ist ja noch ein nettes Anekdötchen. aber der Text hier ist zu lang und kostet zu viel Zeit, gehört m.M.n. nicht hier hin!
#3 am 07.02.2019 von Sci Rokko (Sonstige)
Exakt
#2 am 07.02.2019 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
Ich musste gerade erst einmal nachschlagen, ich bin kein Serienjunkie: Phantasiekrankheit aus Games of Thrones?
#1 am 07.02.2019 von Frank de Buhr (Rettungssanitäter)

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