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Diacylglycerin

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Synonyme: 1,2-Diacyl-sn-glycerin, Diacylglycerine, Diacylglycerol 1,2-Diacylglycerine
Abkürzung: DAG

1 Definition

Bei einem Diacylglycerin, kurz DAG handelt es sich um ein Glycerinderivat, das mit zwei Fettsäureresten verestert wurde.

2 Hintergrund

Medizinisch relevant sind DAG einerseits als Zwischenprodukt der Triglyceridsynthese und der Beteiligung an zahlreichen Second-Messenger-Systemen. Andererseits sind die natürlich vorkommenden organischen Moleküle über umfangreiche biochemische Prozesse an der Entstehung einer diabetischen Angiopathie beteiligt.

3 Biochemie

3.1 Struktur

Verbindungen aus der Gruppe der Diacylglycerine bestehen aus dem Fettsäureester des Glycerins mit einer der folgenden Fettsäuren:

3.2 Synthese

Diacylglycerine entstehen durch die Spaltung von Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2) durch die Phospholipase C. Neben DAG entsteht hierbei auch Inositoltrisphosphat (IP3).

3.3 Abbau

Diacylglycerine werden mittels einer Kinase zu Phosphatidat phosphoryliert. Phosphatidat wiederum wird mittels CTP zu CDP-Diacylglycerin aktiviert und kann nun mit myo-Inosit zum Membran-Phospholipid Phosphatidylinositol reagieren. Durch zweifache Phosphorylierung entsteht wiederum Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2).

3.4 Funktion

Inositol-1,4,5-trisphosphat und Diacylglycerine führen zur Aktivierung der Proteinkinase C, die wiederum den zellulären Stoffwechsel durch Phosphorylierung bestimmter Enzyme beeinflusst.

4 Medizinische Bedeutung

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