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Phosphatidylinositol

Synonym: Phosphatidylinositolphosphate, PIPs
Englisch: phosphoinositides

1 Definition

Phosphatidylinositol ist ein Phosphoglycerid und gehört zu den Membranlipiden.

2 Aufbau

Phosphatidylinositol besteht wie alle Phosphoglyceride aus Glycerin, dass mit zwei Fettsäuren und einem Phosphorsäurerest verestert ist. Als polare Kopfgruppe ist es zusätzlich mit dem sechswertigen zyklischen Alkohol Inosit verknüpft.

Die Kopfgruppe kann durch spezifische Kinasen phosphoryliert und durch Phosphatasen wieder dephosphoryliert werden. In einer Zellen liegen daher verschiedene Formen von Phosphatidylinositol vor, die zusammenfassend auch als Phosphatidylinositolphosphate, kurz PIPs, bezeichnet werden. Sie unterscheiden sich in der Position, an der das Inosit phosphoryliert ist:

Die einzelen Formen sind meistens sehr kurzleblig und werden oft nur an bestimmten Stellen in der Zelle gebildet.

3 Funktion

Phosphatidylinositole sind als Membranlipide Teil der zytosolischen Seite eukaryoter Zellmembranen. PIPs sind nach einem spezifischen Muster an den Zellmembranen verteilt und tragen damit zur Identität der Zellorganellen bei. PI(4,5)P2 und PIP3 sind beispielsweise vorwiegend an der Plasmamembran zu finden und spielen hier eine Rolle in der Signaltransduktion. PI4P ist in den Membranen des Golgi-Apparats eingebunden und PI4P an Endosomen. Die Lipide übernehmen vielfältige Funktionen, in dem sie verschiedene Proteine binden und so an die jeweilige Membran rekrutieren. Sie spielen dadurch eine entscheidene Rolle in der Regulation von intrazellulären Transportprozessen wie dem vesikulären Transport.

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