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Caspase

Akronym für: Cysteine-dependent Aspartate-specific Protease
Englisch: caspase

1 Definition

Caspasen sind intrazellulär vorkommende Proteasen mit einem Cysteinrest im aktiven Zentrum. Man zählt sie deshalb zu den Cysteinproteasen. Sie spalten Proteine hinter Aspartatresten. Die Bezeichnung entstammt diesem Wirkmechanismus und setzt sich aus Cystein, Aspartat und dem Suffix -ase für das Enzym zusammen.

2 Funktion

Caspasen stehen in engem Zusammenhang mit der Ausführung der Apoptose. Caspasen spalten dabei in Vorbereitung der Apoptose zelleigene Proteine. Die Aktivierung einer Caspase führt zur kettenreaktionsartigen Aktivierung weiterer Caspasen und anderer Proteasen.

Die Aktivierung der Caspasen ist daher fein reguliert. Im Zuge der Apoptose werden nach Aktivierung der Caspasen nicht nur Zellproteine, sondern durch weitere aktivierte Proteasen und sogenannten Endonukleasen auch die DNA degradiert.

3 Aktivierung

Caspasen befinden sich als inaktive Vorstufen, sogenannte Procaspasen, im Zytosol. Apoptosome, Granzym B oder Death-Rezeptoren führen zunächst zu einer Aktivierung von Initiatorcaspasen. Die Initiatorcaspasen aktivieren dann die eigentlichen Effektorcaspasen. Nach ihrer Aktivierung lagern sich zwei dimere Caspasen zu einem Heterotetramer zusammen und bilden so ein katalytisches Zentrum.

4 Einteilung

Bisher (2021) sind 12 unterschiedliche Caspasen bekannt:

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Fachgebiete: Biochemie, Immunologie

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Februar 2021 um 19:48 Uhr bearbeitet.

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