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Ann-Arbor-Klassifikation

nach der amerikanischen Stadt Ann Arbor
Englisch: Ann Arbor staging

1 Definition

Die Ann-Arbor-Klassifikation dient der Stadieneinteilung von Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphomen. Das Tumorstadium bei Diagnosestellung stellt den wichtigsten prognostischen Faktor der Erkrankung dar, denn die Zahl der befallenen Lymphknotenregionen beeinflusst sowohl die Remissionsdauer als auch das Gesamtüberleben.

2 Hintergrund

Die Klassifikation wurde im Jahr 1971 erarbeitet. Sie dient nur dem Staging und enthält keine Informationen zum Grading des Lymphoms.

3 Stadieneinteilung

  • Stadium I: Befall einer einzigen Lymphknotenregion (I) oder Vorliegen eines einzigen extranodalen Herdes (IE)
  • Stadium II: Befall von zwei oder mehreren Lymphknotenregionen auf einer Seite des Zwerchfells (II) oder Vorliegen eines lokalisierten Befalls eines einzelnen extralymphatischen Organs (IIE) mit dem Befall von einer oder mehreren Lymphknotenregionen auf derselben Seite des Zwerchfells
  • Stadium III: Befall von Lymphknotenregionen auf beiden Seiten des Zwerchfells ggf. mit zusätzlichem Befall eines extralymphatischen Organs (IIIE), gleichzeitigem Befall der Milz (IIIS) oder beidem (IIIE+S)
  • Stadium IV: Disseminierter Befall von einem oder mehreren extralymphatischen Organen mit oder ohne Befall von Lymphknoten

Die einzelnen Stadien können durch Zusätze ergänzt werden, u.a.:

Diese Seite wurde zuletzt am 16. November 2020 um 11:05 Uhr bearbeitet.

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