Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Euer Flexikon-Team

Retinol

Synonym: Vitamin A, Axerophtol

1 Definition

Retinol ist ein fettlösliches Vitamin.

2 Struktur

Retinol ist ein zu den Isoprenoiden gehöriger Alkohol.

3 Vorkommen

Retinol ist in der Nahrung als Provitamin A (Beta-Carotin und andere Carotinoide) vorhanden. Aus ihnen kann durch Spaltung das Retinal gewonnen werden. Retinal kann zu Retinol reduziert oder zu Retinoat oxidiert werden. Alle genannten Formen besitzen Funktionen als Vitamin.

Reich an Provitamin A sind folgende Nahrungsmittel:

  • Karotten
  • Lebertran
  • Leber
  • Spinat
  • Grünkohl
  • Eigelb

4 Funktion

Retinal ist als prosthetische Gruppe ein wichtiger Bestandteil der Sehfarbstoffe (z.B. Rhodopsin). Retinal ist demnach essentiell für den Sehvorgang.

Retinol schützt und erhält das Epithelgewebe. Retinol wird zur Herstellung von Glykoproteinen in Epithelzellen benötigt.

Retinoate beeinflussen Stoffwechsel und Entwicklung indem sie die Transkription spezifischer Gene regulieren. Die Embryogenese, Wachstum, Differenzierung und Ausbildung der Geschlechtsreife sind ohne Einwirkung von Retinoaten nicht vollständig oder überhaupt nicht möglich.

Retinoate fungieren bei der Wirkung von Schilddrüsenhormonen und dem Vitamin D als Cofaktor.

5 Bedarf

Der Bedarf an Retinol beträgt 2 mg/Tag. Der menschliche Organismus hat Rücklagen von ca. 500 mg, die in den Ito-Zellen der Leber als Retinylpalmitat gespeichert werden. Eine zu fettarme Ernährung kann die Resorption von Retinol-Vorstufen beeinträchtigen.

6 Referenzbereich

Der Referenzbereich für den Serumspiegel ersteckt sich von 20-100 μg/dl.

Eine Serumspiegelbestimmung sollte erfolgen bei:

  • Nachtblindheit
  • bei bekannter hoher Zufuhr synthetischer Vitaminpräparate
  • Bei Malabsorption

7 Pathophysiologie

Eine Retinol-Hypovitaminose führt zu:

Der Mangelzustand ist bei ausgewogener Ernährung nicht zu befürchten, tritt jedoch in Ländern der Dritten Welt immer noch in relevantem Maß auf.

Der manifeste Retinolmangel kann durch Gabe synthetischer Präparate ausgeglichen werden. Jedoch ist wie bei allen fettlöslichen Vitaminen eine Überdosierung möglich.

Symptome einer Überdosierung sind:

Retinol (in Form von Retinylpalmitat) findet sich oft in Faltencremes und ähnlichen Produkten der kosmetischen Industrie.

In der Therapie verschiedener Formen der Akne werden Retinoide, natürlich vorkommende oder synthetische Derivate des Retinols, lokal und systemisch angewendet.

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Fachgebiete: Biochemie

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