Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Tretinoin

Synonym: Vitamin-A-Säure (VAS), all-trans-Retinsäure
Englisch: all-trans-retinoic acid (ATRA)

1 Definition

Tretinoin ist ein Arzneistoff, der vor allem bei der Therapie der Akne eingesetzt wird.

2 Chemie

Tretinoin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Retinoide, besitzt die Summenformel C20H28O2 und hat eine Molekülmasse von 300,4 g/mol. Es ist ein Stereoisomer des Isotretinoins. Die Substanz liegt als kristalliner, gelber Feststoff vor, ist nicht wasserlöslich und ist oxidations-, licht- und temperaturempfindlich.

3 Wirkmechanismus

Tretinoin tritt mit intrazellulären Retinoidrezeptoren in Wechselwirkung und stimuliert die Mitoseaktivität der Keratinozyten und hemmt gleichzeitig die Produktion von Keratin. Im Effekt ergibt sich dadurch eine Parakeratose mit Verdünnung der Hornschicht (Stratum corneum). Hornhautablagerungen in Follikelkanälen (ein Faktor der Komedogenese) werden reduziert.

4 Indikationen

Eine weitere Indikation von Tretinoin ist die Therapie der akuten Promyelozytenleukämie (APL), einem Subtyp der Akuten myeloischen Leukämie (AML).

5 Wirkung

Bei topischer Applikation gegen Akne wirkt Tretinoin:

6 Darreichungsform

Der Wirkstoff wird bei Akne topisch in Form von Salben angewandt. Für die systemische Therapie der Akne steht Isotretinoin zur Verfügung.

7 Nebenwirkungen

Zu den Nebenwirkungen zählen:

Tretinoin ist teratogen und soll nicht während einer Schwangerschaft angewandt werden. Es liegen keine Hinweise auf eine Toxizität gegenüber Keimzellen vor. Weiterhin bestehen unerwünschte Wechselwirkungen mit Tetracyclinen (Gefahr eines Pseudotumor cerebri).

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Fachgebiete: Pharmakologie

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