Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Herpes genitalis

Synonym: Herpes sexualis

1 Definition

Herpes genitalis ist eine Infektion mit Herpesviren im Bereich der Geschlechtsorgane. Sie gehört zu den sexuell übertragbaren Krankheiten (STD).

2 Erreger

Herpes genitalis wird durch den Herpes-simplex-Virus ausgelöst, und zwar durch die Virustypen HSV-1 und HSV-2.

3 Symptome

In den vielen Fällen zeigt der Herpes genitalis nur eine relativ geringe Symtomatik oder verläuft klinisch inapparent. Bei deutlicherer Ausprägung treten Vesikel (Bläschen) an der Haut und Schleimhaut des Genitalbereichs auf. Die Veränderungen machen sich durch ein unangenehmes Brennen oder Jucken bemerkbar.

Bevorzugte Lokalisationen sind die Eichel, das Präputium, die Schamlippen und die Analregion. Die Bläschen können einzeln oder in Gruppen stehen. Häufig sieht man eine eitrige Eintrübung mit Umwandlung in Pusteln. In der Regel platzen die Vesikel nach kurzer Zeit und hinterlassen dann flache Ulzerationen, die von dünnen Krusten bedeckt sind. Die Effloreszenzen heilen bei unkompliziertem Verlauf innerhalb von 2-4 Wochen ab.

4 Verlauf

Herpes genitalis neigt wie Herpesinfektion an anderen Körperpartien (z.B. Herpes labialis) zu Rezidiven, wobei die Frequenz der symptomatischen Episoden im Laufe der Jahre häufig abnimmt.

5 Therapie

Die Therapie des Herpes genitalis zielt in erster Linie auf die Symptomreduktion, da eine vollständige Beseitigung (Elimination) des Virus und damit das Verhindern einer latent persistierenden Infektion zur Zeit (2008) nicht möglich ist.

Durch Virustatika (z.B. Aciclovir, Penciclovir) kann die Symptomausprägung reduziert und die Verlaufsdauer verkürzt werden - allerdings ist dazu die rechtzeitige Anwendung - am besten vor dem Auftreten der ersten Symptome erforderlich. Die Virusstatika können topisch aufgetragen oder oral eingenommen werden, wobei die orale Einnahme effektiver ist.

Zur Symptomlinderung können weiterhin Antiphlogistika, Sitzbäder mit Kamille, kühlende Umschläge oder Zinksalbe eingesetzt werden.

6 Sonstige Maßnahmen

Da die Hautveränderungen in der akuten Phase der Erkrankung hoch infektiös sind, sollte der Geschlechtsverkehr vorübergehend eingestellt oder Kondome benutzt werden.

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