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Cyanid

(Weitergeleitet von Zyanid)

Synonym: Zyanid
Englisch: cyanide

1 Definition

Als Cyanide bezeichnet man die deprotonierten basischen Salze der Blausäure mit der Summenformel CN-.

2 Chemie

Cyanide zählen zu den Nitrilen. Die funktionelle Gruppe aus Kohlenstoff und dem dreifach gebundenem Stickstoff wird als Nitril- bzw. Cyanogruppe bezeichnet.

Cyanide enthalten das sehr reaktive Cyanid-Anion, das v.a. mit Eisen stabile Komplexverbindungen eingeht. Das Cyanid-Ion ist isoelektrisch zum N2- und CO-Molekül. Der pKs-Wert beträgt 9,4. Cyanide lassen sich leicht in Wasser und oft auch in Ethanol lösen.

3 Beispiele

Typischer Vertreter der Cyanide ist das Kaliumsalz KCN (Kaliumcyanid bzw. Zyankali). In der Natur kommen cyanogene Glykoside als Pflanzengift vor (z.B. in Pfirsich- oder Aprikosenkernen), die dann nach oraler Aufnahme mit der Magensäure zu HCN reagieren.

4 Toxikologie

Ähnlich wie Cyanwasserstoff oder Blausäure sind Cyanide extrem toxisch, da sie in der Lage sind, bereits bei Kontakt mit sehr schwachen Säuren (beispielsweise Wasser) zu protonieren und HCN-Gas zu bilden, das in Cytochrom-Verbindungen gebundene Eisenionen komplexiert und damit beispielsweise die Atmungskette blockiert

siehe auch: Blausäureintoxikation

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Mai 2020 um 18:57 Uhr bearbeitet.

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