Zonisamid
Handelsnamen: Zonegran u.a.
Englisch: Zonisamide
Definition
Zonisamid zählt zur Gruppe der Antikonvulsiva und wird in der Therapie der Epilepsie eingesetzt.
Wirkmechanismus
Bei Zonisamid handelt es sich um ein Derivat des Sulfonamids und einen Carboanhydrasehemmer. Eine Inhibition der Carboanhydrase bewirkt eine Übersäuerung der Neuronen im ZNS, so dass diese nur schwer erregbar sind. Außerdem hemmt Zonisamid Natriumkanäle sowie Calciumkanäle vom T-Typ, wodurch die Erregbarkeit der Zelle abnimmt und eine antikonvulsive Wirkung eintritt. Außerdem steigert es die Wirkung von GABA.
Pharmakokinetik
Im Blut liegt der Arzneistoff zu 40% an Plasmaproteine gebunden vor. Er wird in der Leber verstoffwechselt, die Plasmahalbwertszeit durchschnittlich 63 Stunden beträgt. Anschließend wird der Wirkstoff hauptsächlich über den Urin ausgeschieden.
Indikationen
Zonisamid kann vor allem im Rahmen der Behandlung von fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung verabreicht werden. Der Einsatz erfolgt als Monotherapie bei Erwachsenen mit neu diagnostizierter Epilepsie oder als Zusatztherapie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren.
Darreichungsform
Zonisamid wird oral eingenommen.
Nebenwirkungen
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff bzw. Sulfonamiden
- Hyperthyreose
- Porphyrie
- Arterielle Hypertonie