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Akute transiente Erythroblastopenie

(Weitergeleitet von Transiente Erythroblastopenie)

1 Definition

Unter der akuten transienten Erythroblastopenie versteht man eine vorübergehende verminderte Menge an Erythroblasten, die zu einer Anämie führt. Sie lässt sich als selbstlimitierende Form der Aplasie der roten Blutkörperchen (PRCA) verstehen.

2 Epidemiologie

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist die akute transiente Erythroblastopenie die häufigste normochrome normozytäre Anämie.

3 Ätiopathogenese

Die Erkrankung wird höchstwahrscheinlich durch eine Substanz ausgelöst, die die Erythropoese zwischen den Stammzellen und den Erythroblasten unterbricht.

Medikamente, Infektionen und eine chronische Hämolyse können zur akuten transienten Erythroblastopenie führen. Häufig tritt die Erkrankung jedoch idiopathisch auf.

4 Klinik

Die akute transiente Erythroblastopenie führt zu einer Anämie mit Blässe, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Leistungsminderung sowie zu einer Dyspnoe und Tachykardie unter Belastung, bei schweren Fällen auch in Ruhe.

Milz, Leber und Lymphknoten sind nicht vergrößert.

5 Diagnostik

Grundlegend ist zunächst ein Blutbild, das eine Anämie ergibt. Die Anzahl der Retikulozyten ist vermindert.

In einigen Fällen ist die Myelopoese beeinträchtigt, was zu einer Neutropenie und zu einer Thrombozytopenie führen kann.

6 Therapie

In der Regel ist keine Therapie erforderlich, da die Erythropoese in absehbarer Zeit wieder regeneriert. Wenn die Gefahr einer Herzinsuffizienz und eines Schocks besteht, sollte eine Bluttransfusion verabreicht werden.

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