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Stammzellfaktor

Englisch: stem cell factor, SCF

1 Definition

Der Stammzellfaktor (SCF) ist ein Zytokin und wichtig für die Regulation der Hämatopoese, Melanogenese und Keimzellbildung.

SCF bindet an den Rezeptor c-kit, eine Rezeptor-Tyrosinkinase. Dieser Rezeptor wird von hämatopoetischen Stammzellen, Melanozyten und Keimzellen exprimiert.

2 Funktion

2.1 Hämatopoese

Der Stammzellfaktor wird von den Stromazellen der Knochenmarksnische gebildet und ist essentiell für

der hämatopoetischen Stammzellen.

Ganz besonders wichtig ist der Stammzellfaktor für die Hämatopoese während der Embryonalentwicklung: Mausembryonen mit defektem SCF oder defektem SCF-Rezeptor sterben an schwerer Anämie noch im Uterus.

2.2 Melanogenese

Bei der Melanogenese ist der Stammzellfaktor wichtig während der Embryonalentwicklung für die gezielte Wanderung der Melanozyten von der Neuralleiste in das Epithelgewebe.

Im adulten Organismus ist der Stammzellfaktor wichtig für das Überleben, die Proliferation und Differenzierung der Melanozyten.

2.3 Keimzellbildung

Während der Embryonalentwicklung induziert der Stammzellfaktor die gezielte Wanderung der Keimzellen an ihren Zielort.

3 Mechanismus

Die Bindung von SCF an den c-kit-Rezeptor löst eine Homodimerisierung mit folgender Autophosphorylierung des Rezeptors aus. Daraufhin können verschiedene Signalwege aktiviert werden, wie zum Beispiel der RAS/ERK-, PI3K/ Akt- und JAK/STAT-Signalweg.

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