Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Spiramycin

Handelsnamen: Selectomycin®, Rovamycine®, Suanovil® u.a.
Englisch: Spiramycine

1 Definition

Spiramycin ist ein antiobiotisch wirkendes Arzneimittel, das sowohl in der Humanmedizin, als auch in der Veterinärmedizin angewendet wird. Es handelt sich um ein Makrolidantibiotikum.

2 Chemie

Das Antibiotikum Spiromycin besitzt die chemische Summenformel:

  • C43H74N2O14

Bei Zimmertemperatur liegt die Substanz als festes, kristallines Pulver vor. In dieser Form besitzt einen leicht hygroskopischen Charakter, d. h. es zieht Wasser aus der Luft an. In Wasser ist der Wirkstoff nur schwach löslich. Eine gute Löslichkeit hingegen liegt bei Methanol und Ethanol vor. Es existieren 4 Konstitutionsisomere. Das Arzneimittel stellt ein Racemat aus allen diese Formel dar.

3 Anwendungsgebiet

Spiramycin kann gegen eine Vielzahl von bakteriellen Erregern eingesetzt werden. Besonders gegen die Toxoplasmose ist es hochwirksam.

4 Wirkungsmechanismus

Das Makrolidantibiotikum bindet fest an die Ribosomen der Prokaryonten. Genauer Bildungsort ist die 50S-Untereinheit. Eine weitere Translation von Polypeptiden unterbleibt und das Bakterium geht zu Grunde. Nachteil der Therapie mit Spiramycin ist die häufig ausgebildete Resistenz der Erreger gegen das Medikament.

5 Nebenwirkungen

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (5 ø)

10.320 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: