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Speicheldrüsenmukozele

Englisch: mucous extravasation cyst

1 Definition

Eine Speicheldrüsenmukozele ist eine nach Ruptur eines Speicheldrüsenausführungsgangs entstehende, meist solitär auftretende Pseudozyste.

2 Ätiologie

Meist entsteht die Mukozele der Speicheldrüsen nach einer Bissverletzung oder sonstigem Trauma der Mundschleimhaut. Anschließend entsteht eine Extravasationsmukozele bzw. eine Pseudozyste mit Ausbildung eines Granuloms.

Eine seltene Ursache ist eine Schleimretention mit Verlegung des Drüsenausführungsgangs.

Schleimzysten des Mundbodens (Retentionsmukozele der Glandula sublingualis) werden als Ranula bezeichnet.

3 Symptome

Eine Speicheldrüsenumkozele tritt vor allem an der Lippenschleimhaut (meist an der Unterlippe) auf, seltener sind die Wangenschleimhaut oder der ventrale Zungenrand befallen. Die Mukozele zeigt sich als röt-bläuliches, glasiges, weiches, halbkugeliges Knötchen, überzogen von normaler Schleimhaut.

4 Diagnostik

Die Mukozele der Speicheldrüse ist eine Blickdiagnose. Eine histologische Untersuchung ist meist nicht notwendig, zeigt aber eine mit Muzin gefüllte, mit einer bindegewebigen Pseudokapsel umgebene Pseudozyste sowie eine Fremdkörpergranulom.

5 Therapie

Eine Exzision ist meist nicht nötig, da sich die Mukozele innerhalb weniger Wochen zurückbildet. Selten kann sie sich in ein persistierendes, festes, meist gestieltes Papillom umwandeln.

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Diese Seite wurde zuletzt am 12. Oktober 2020 um 17:38 Uhr bearbeitet.

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